Franz Kauka

9. Dezember 1897, Buchenhain (Bukowina Sycowska) – 10. März 1942
Franz Kauka

Erkennungsdienstliche Aufnahme von Franz Kauka, 1940

Bundesarchiv R 3017/32757

Franz Kauka wird am 9. Dezember 1897 in Buchenhain geboren, erlernt nach dem Besuch der Volksschule das Maurer­handwerk und nimmt als Soldat am Ersten Welt­krieg teil. Nach Kriegsende arbeitet er in seinem erlern­ten Beruf und tritt im Januar 1933 der SS und 1937 der NSDAP bei. Seit Sommer 1933 ist er als Hilfsgrenz­angestellter beim Grenzauf­sichts­posten Mühlenpost in Wartenberg tätig und arbeitet ab Sommer 1938 als Bahnhofs­leiter bei der Deutschen Reichsbahn.
Kauka arbeitet seit 1935 für den polnischen Geheim­dienst und hilft vor allem seinem Schwager Franz Kokot dabei, Beobachtungen über verschiedene Grenz­schutz­einheiten, Befestigungs­bauten und Truppenteile in ver­schiedenen Städten im deutsch-polnischen Grenz­gebiet zu sammeln. Außerdem fertigt er fotografische Auf­nahmen von militärisch relevanten Gebäuden und Orten an, die teilweise von ihm über die Grenze geschafft und einem Nach­richten­offizier übergeben werden.
Franz Kauka wird im Januar 1940 festgenommen, zusammen mit Franz Kokot vom 3. Senat des „Volks­gerichtshofs“ am 1. Oktober 1941 wegen „Landesverrats“ zum Tode verur­teilt und am 10. März 1942 im Strafgefängnis Berlin-Plötzensee ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte von Franz Kauka

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Urteil des „Volksgerichtshofs“ gegen Franz Kauka und Franz Kokot vom 1. Oktober 1941

Bundesarchiv R 3017/32757, Bd. 3

Bekanntmachung der Vollstreckung des Urteils gegen Franz Kauka vom 10. März 1942

Bundesarchiv R 3017/32757, Bd. 1

Sterbeurkunde von Franz Kauka vom 10. März 1942

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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