Karel Kaura

22. Juni 1904, Prag – 7. September 1943
Karel Kaura

Erkennungsdienstliche Aufnahme von Karel Kaura, 1943

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Nr. 2234

Karel Kaura wird am 22. Juni 1904 in Prag geboren. Nach dem Besuch der Volks­schule erlernt er in Pilsen bis 1921 das Maschinenschlosserhandwerk und ist zuletzt beim Bau eines Eisenbahntunnels in Prag-Weinberge und Prag-Nusle beschäf­tigt.
Er wird Mitte 1942 von einem Kollegen für eine Betriebs­zelle der 1938 verbotenen Kommunistischen Partei der Tschecho­slowakei (Komunistická strana Česko­slovenska, kurz: KSČ) angeworben, entrichtet zwischen November 1942 und Januar 1943 Mitgliedsbeiträge zur Unter­stützung der Familien Inhaf­tierter und erhält verbotene kommunistische Druckschriften.
Karel Kaura wird am 5. März 1943 festge­nommen und am 18. Mai 1943 zusammen mit sieben seiner Kollegen vom 2. Senat des „Volksgerichtshofs” wegen „Vorbe­reitung eines hochverräterischen Unter­nehmens und zugleich wegen Feindbe­günstigung” zum Tode verurteilt. Er wird am 7. September 1943 während der sogenannten Blutnächte im Strafgefängnis Berlin-Plötzen­see ermordet.

Dokumente

Auszug aus der Gefangenenakte des Strafgefängnisses Plötzensee von Karel Kaura

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Nr. 2234

Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Karel Kaura und weitere Angeklagte vom 18. Mai 1943

Militärhistorisches Archiv, Prag Deutsche Gerichtsakten – Widerstand in ČSR 1939–1945, k./K. 45, inv. č./Inv. Nr. 351

Bestätigung des früheren Arbeitgebers von Karel Kaura über dessen Spende für das Deutsche Rote Kreuz, 7. Juni 1943

Bundesarchiv R 3017/12538

Ablehnung des Gnadenerweises durch den Reichsminister der Justiz für Karel Kaura und weitere in dem Fall Verurteilte vom 2. September 1943

Militärhistorisches Archiv, Prag Deutsche Gerichtsakten – Widerstand in ČSR 1939–1945, k./K. 45, inv. č./Inv. Nr. 351

Sterbeurkunde von Karel Kaura vom 9. September 1943

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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