Alfons Kavalec


Erkennungsdienstliche Aufnahme von Alfons Kavalec, 1942
Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-428-17
Im August 1941 sucht Kavalec aus dienstlichen Gründen den Bauern Tomáš Pažebřuch auf, der ihm von der An­kunft eines unbekannten Mannes bei seinen Nachbarn berichtet. Es handelt sich dabei um den entflohenen Kriegsgefangenen Dobroslav Lupujev, einen Unter­leutnant der jugoslawischen Flakartillerie. Er kommt auf dem Hof Pažebřuchs unter und wird als Arbeiter bei landwirtschaftlichen Einsätzen eingesetzt. In den fol­genden Monaten wird er von Kavalec und Pažebřuch mit Kleidungsstücken und Geld zur Anschaffung persönlicher Gegenstände versorgt. Nach der Anfertigung von Licht­bildern stellt ihm Kavalec eine Bürgerlegitimation auf den falschen Namen „Novak” aus.
Zwischen Januar und März 1942 ist Lupujev als Bauarbei­ter bei Pažebřuchs Schwager beschäftigt. Als die Gestapo Mitte März 1942 erst Pažebřuch und kurz darauf seinen Schwager festnimmt, kann der Kriegsgefangene fliehen.
Alfons Kavalec wird im April 1942 festgenommen, vom 1. Senat des „Volksgerichtshofs” als einziger der vier An­geklagten am 6. Juli 1942 wegen „Feindbegünstigung” zum Tode verurteilt und am 20. Oktober 1942 im Straf­gefängnis Berlin-Plötzensee ermordet.
Dokumente
Gefangenenkarte des Strafgefängnisses Plötzensee von Alfons Kavalec
Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei
Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Alfons Kavalec und weitere Angeklagte vom 6. Juli 1942
Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-428-13
Gnadengesuch von Božena Kavalcová für ihren Mann an den Oberreichsanwalt vom 19. August 1942
Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-428-17
Sterbeurkunde von Alfons Kavalec vom 21. Oktober 1942
Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung























