Alfred Kegel

17. Juni 1900, Berlin – 17. November 1944
Alfred Kegel wächst in Berlin als Sohn eines Maurer- und Zimmer­meister auf, sein Vater stirbt 1912. Als sich daraufhin die wirtschaftl­iche Lage seiner Mutter verschlech­tert, kommt er in ein Waisen­haus. Nach der Volks­schule lernt er zwei­einhalb Jahre das Maler­handwerk, meldet sich 1917 freiwillig zum Militär­dienst und wird als Monteur in einer Flugzeug­werft bei Halle eingesetzt.
Nach seiner im März 1919 erfolgten Rück­kehr wird er erstmals straf­fällig und wegen Eigen­tums­delikten in den folgenden Jahren immer wieder zu kürzeren Haft­strafen verurteilt, zuletzt 1939 vom Land­gericht Leipzig zu zweieinhalb Jahren Zucht­haus. Er geht in Revision und wird mangels Beweise Anfang 1941 frei­gesprochen.
Alfred Kegel, der zuletzt ist als Privat­detektiv in Berlin tätig ist, klagt darauf­hin auf Schaden­ersatz und wird nach einer falschen eides­stattlichen Erklärung des Prozess­betrugs gemäß § 263 beschul­digt. Er wird am 13. Oktober 1944 vom Sonder­gericht IV bei dem Land­gericht Berlin wegen „Rückfall­betrugs in drei Fällen” zum Tode verur­teilt und am 17. November 1944 im Straf­gefängnis Berlin-Plötzen­see ermordet.  

Dokumente

Gefangenenkarte von Alfred Kegel

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Urteilsformel des Sondergerichts IV bei dem Landgericht Berlin gegen Alfred Kegel vom 13. Oktober 1944

Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep 12 C Berlin II, Nr. 1820/1

Sterbeurkunde von Alfred Kegel vom 18. November 1944

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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