Willi Keller

16. Juli 1918, Friedrichsthal/Saar – 24. Oktober 1939
Der aus dem Saar­land stammende Arbeiter Willi Keller leistet 1938 seinen Militär­dienst und ist statio­niert in Saar­brücken. Ende 1938 wird er von einem Militär­gericht in Kaisers­lautern wegen „Dieb­stahls und Betrugs” zu einem Jahr und sechs Monaten Haft verur­teilt.
Am 17. März 1939 erhebt der Ober­reichs­kriegs­anwalt Anklage gegen ihn wegen „Spio­nage”, die er vor seiner Haft begangen haben soll. Das Reichs­kriegs­gericht verur­teilt Willi Keller am 5. Oktober 1939 wegen „Lan­des­verrats” zum Tode. Ein Vermerk im Voll­streckungs­register über den Einzug des „Ver­räter­lohns von 30 franzö­sischen Franken” deutet darauf hin, dass er Kon­takt zum französischen Nach­richten­dienst hatte und diesem eine Infor­mation weiter­gegeben hat.
Knapp drei Wochen später, am 24. Oktober 1939, wird Willi Keller 21-jährig im Strafge­fängnis Berlin-Plötzen­see ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte von Willi Keller

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Sterbeurkunde von Willi Keller vom 24. Oktober 1939

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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