Max Kempa

27. Mai 1907, Orzesche/Pless (Pszczyna) – 19. Mai 1944
Max Kempa ist nach dem Besuch der Volksschule als ungelernter Arbeiter tätig. Zwischen April 1940 und April 1941 dient er in der Kriegsmarine, wird dann aber aufgrund gesundheitlicher Probleme entlassen. 1941 heiratet er Bertha Scharries mit der er in Berlin lebt.
Bei einem Luftangriff auf Berlin im November 1943 wird auch eines ihrer Nachbarhäuser getroffen und gerät in Brand. In diesem befindet sich auch ein Wäschereibetrieb. Max Kempa versucht mit einigen Nachbarn Wäschestücke aus dem Betrieb und einer dazugehörenden Wohnung zu retten. Einige davon bringt er dann in die eigene Wohnung.
Im Dezember 1943 erstattet die betroffene Wäschereibesitzerin Anzeige gegen das Ehepaar Kempa. Bertha und Max Kempa werden am 20. April 1944 vom Sondergericht III bei dem Landgericht Berlin auf der Grundlage der „Volksschädlingsverordnung” wegen „Plünderns” zum Tode verurteilt. Ihnen wird vorgeworfen, sich bei der Räumungsaktion fremde Wäsche angeeignet zu haben.
Bertha und Max Kempa werden am 19. Mai 1944 im Strafgefängnis Berlin-Plötzensee ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte von Max Kempa

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Urteil des Sondergerichts III bei dem Landgericht Berlin gegen Bertha und Max Kempa vom 20. April 1944

Bundesarchiv R 3001/143508

Ablehnung eines Gnadenerweises für Bertha und Max Kempa vom 12. Mai 1944

Bundesarchiv R 3001/143508

Mitteilung über die Hinrichtung von Bertha und Max Kempa vom 20. Mai 1944

Bundesarchiv R 3001/143508

Sterbeurkunde von Max Kempa vom 22. Mai 1944

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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