Paul Kempe


Erkennungsdienstliches Foto von Paul Kempe
Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep. 12 C Berlin II, Nr. 6660/1
1933 heiratet er Hedwig Nikolaus und gründet eine Familie, das Paar lebt zuletzt mit seinen zwei Kindern in Neustadt (Prudnik). Von Dezember 1936 bis Sommer 1938 leistet er seinen Wehrdienst. Aufgrund von Eigentumsdelikten und Urkundenfälschung kommt er wiederholt mit dem Gesetz in Konflikt.
Nach seiner Einberufung zum Militär im Juli 1941 kehrt er nach einem Heimaturlaub nicht zu seiner Infanterie zurück und gibt sich als im Osten verwundeter Feldwebel aus, weswegen er vom Feldkriegsgericht seiner Division Ende 1941 zu vier Jahren Zuchthaus verurteilt wird. Aus der Arrestanstalt in Liegnitz wird er wegen eines offenen Beins ins Lazarett verlegt. Er flüchtet, verschafft sich erneut Uniformen und militärische Abzeichen und gelangt mit einem Fronturlauberzug nach Berlin, wo er als vermeintlich verwundeter Offizier ein neues Soldbuch erhält. Ein diensthabender Gefreiter wird misstrauisch und Paul Kempe am Tag darauf, dem 23. Februar 1942, festgenommen.
Am 3. August 1942 verurteilt das Sondergericht VI bei dem Landgericht Berlin Paul Kempe auf Basis der „Volksschädlingsverordnung” zum Tode. Er wird am 26. September 1942 im Strafgefängnis Berlin-Plötzensee ermordet.
Dokumente
Gefangenenkarte von Paul Kempe
Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei
Sterbeurkunde von Paul Kempe vom 26. September 1942
Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung



