Max Kemper

17. Dezember 1894, Neviges/Mettmann – 30. März 1940
Max Kemper besucht die Volks­schule in Velbert und erlernt anschlie­ßend den Beruf des Mechanikers. 1912 geht er zum Studium an das Tech­nikum in Lage (Kreis Lippe) und nimmt ab 1914 am Ersten Welt­krieg teil.
Nach Kriegs­ende lebt er zunächst bei seinen Eltern und arbeitet dann ab 1920 als Schlosser und Monteur in verschie­denen Essener Indus­trie­betrieben. In den folgenden Jahren wird er wieder­holt wegen Dieb­stahls zu Haft­strafen verurteilt. Ab 1927 arbeitet Max Kemper in Saar­brücken sowie in Paris als Schlosser und findet ab 1928 Beschäf­tigung als Kon­struk­teur und tech­nischer Berater in Nancy. 1935 wird er jedoch aus Frank­reich ausge­wiesen und lebt fortan in Trier.
Im April 1938 lernt Max Kemper hier Mathias Lichter kennen, der ihn in Kontakt mit dem franzö­sischen Nach­richten­dienst bringt. Gemein­sam erkunden sie den Bau von Kasernen und Flug­plätzen im Westen des Deutschen Reichs und erstellten Auf­nahmen von mili­tärischen Anlagen.
Die beiden Männer werden am 12. August 1938 festge­nommen und am 11. August 1939 vor dem „Volksge­richts­hof” angeklagt. Am 4. Dezember 1939 werden Mathias Lichter und Max Kemper wegen „Landes­verrats” zum Tode verur­teilt und am 30. März 1940 im Straf­gefängnis Plötzen­see ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte von Max Kemper

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Anklageschrift des „Volksgerichtshofs” gegen Mathias Lichter und Max Kemper, 11. August 1939

Bundesarchiv R 3017/12394

Sterbeurkunde von Max Kemper vom 30. März 1940

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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