Max Kemper
Nach Kriegsende lebt er zunächst bei seinen Eltern und arbeitet dann ab 1920 als Schlosser und Monteur in verschiedenen Essener Industriebetrieben. In den folgenden Jahren wird er wiederholt wegen Diebstahls zu Haftstrafen verurteilt. Ab 1927 arbeitet Max Kemper in Saarbrücken sowie in Paris als Schlosser und findet ab 1928 Beschäftigung als Konstrukteur und technischer Berater in Nancy. 1935 wird er jedoch aus Frankreich ausgewiesen und lebt fortan in Trier.
Im April 1938 lernt Max Kemper hier Mathias Lichter kennen, der ihn in Kontakt mit dem französischen Nachrichtendienst bringt. Gemeinsam erkunden sie den Bau von Kasernen und Flugplätzen im Westen des Deutschen Reichs und erstellten Aufnahmen von militärischen Anlagen.
Die beiden Männer werden am 12. August 1938 festge­nommen und am 11. August 1939 vor dem „Volksge­richtshof” angeklagt. Am 4. Dezember 1939 werden Mathias Lichter und Max Kemper wegen „Landesverrats” zum Tode verurteilt und am 30. März 1940 im Straf­gefängnis Plötzensee ermordet.
Dokumente
Gefangenenkarte von Max Kemper
Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei
Anklageschrift des „Volksgerichtshofs” gegen Mathias Lichter und Max Kemper, 11. August 1939
Bundesarchiv R 3017/12394
Sterbeurkunde von Max Kemper vom 30. März 1940
Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung








































