Josef Kerschner

16. März 1900, Kaaden/Eger (Kadaň/Cheb) – 16. Juli 1941
Josef Kerschner

Erkennungsdienstliche Aufnahme von Josef Kerschner, Juni 1938

Bundesarchiv R 3018/1950

Josef Kerschner lebt zuletzt in Rumburk in den Sudeten und arbeitet als Maurer. Er gehört zur deutschen Minder­heit in der Tschecho­slowakei und ist tschecho­slowa­kischer Staats­ange­höriger. Anfang 1917 meldet er sich als Kriegs­freiwilliger und nimmt als Soldat der tschecho­slowa­kischen Armee am Ersten Welt­krieg teil.
Ab 1936 ist er für den tschechischen Nach­richten­dienst tätig und liefert diesem Informa­tionen aus dem tsche­chisch-deutschen Grenz­gebiet. Im Juni 1936 bietet er zudem einer deutschen Dienst­stelle seine Mitarbeit an und gibt erhaltene Informa­tionen und Namen von Mitarbeitern an den tschechischen Nach­richten­dienst weiter. Er wird am 4. Juni 1938 festge­nommen.
Der 3. Senat des „Volks­gerichts­hofs” verurteilt Josef Kerschner am 26. April 1941 wegen „Landes­verrats” zum Tode. Er wird am 16. Juli 1941 im Strafge­fängnis Berlin-Plötzen­see ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte von Josef Kerschner

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Tenor des Urteils des „Volksgerichtshofs” gegen Josef Kerschner, 26. April 1941

Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-22-4

Sterbeurkunde von Josef Kerschner vom 16. Juli 1941

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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