Johann Kessler
Nach dem Einmarsch deutscher Truppen entsteht im Dezember 1939 in Prag unter Vladimír Černý eine Geheimdienstzelle, die Miloš Bondy sen. in Paris militärische, wirtschaftliche und politische Nachrichten aus dem „Protektorat” übermittelt. Miloš Bondy sen. gibt diese wiederum weiter an das Kriegsministerium in Paris und die Exilregierung in London, Ende Dezember 1939 setzt er seine Tätigkeit von Budapest aus fort. Die Organisation steht in engem Kontakt zur geheimen Militärorganisation Obrana Národa (ON – Verteidigung der Nation). Johann Kessler ist ab Januar 1940 an der Zuführung tschechischer Freiwilliger zur tschechischen Auslandsarmee beteiligt.
Am 5. August 1942 wird Johann Kessler vom „Volksgerichtshof” zusammen mit Vladimír Černý und sieben weiteren Angeklagten wegen „Vorbereitung zum Hochverrat und landesverräterischer Feindbegünstigung” zum Tode verurteilt und am 8. April 1943 im Strafgefängnis Plötzensee ermordet.
Dokumente
Haftbefehl gegen Johann Kessler vom 6. März 1941
Bundesarchiv R 3017/9015
Urteil des „Volksgerichtshofs“ gegen Vladimír Černý und andere vom 5. August 1943
Bundesarchiv R 3017/9015
Leumundszeugnis für Johann Kessler vom 23. September 1943
Bundesarchiv R 3017/9015
Sterbeurkunde von Johann Kesslern vom 9. April 1943
Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung
Bekanntmachung der Vollstreckung des Urteils gegen Johann Kessler und weitere Personen, April 1943
Bundesarchiv R 3017/9015































































