Piotr Kiciński

15. Juli 1901, Ruskow (Ruszkowo/Kolo) – 22. August 1942
Piotr Kiciński lebt als Bauer und Arbeiter im Kreis Konin.
Im September 1941 flieht der sowjetische Kriegsge­fangene Fiodor Asarow aus einem Eisenbahntrans­port und versteckt sich etwa zwei Monate im polnischen Kreise Konin. Mehrere in der Gegend wohnen­de Land­wirte und ihre Familien helfen dem Entflohenen. Im November 1941 wird der 26-jährige Asarow aufgrund einer Denunziation von einer deutschen Gendarmerie­streife aufgegriffen.
Die Polizei verhaftet daraufhin mehrere polnische Bürgerinnen und Bürger, darunter auch Piotr Kiciński.
Er wird beschuldigt, den flüchtigen Kriegsgefangenen bei seiner Flucht unterstützt zu haben.
Piotr Kiciński wird am 26. Mai 1942 vom „Volksgerichts­hof” wegen „Schädigung des Reichswohls in Verbindung mit landesverräterischer Feindbegünstigung” zum Tode verurteilt und am 22. August 1942 in Berlin-Plötzensee er­mordet.

Dokumente

Gefangenenkarte von Piotr Kiciński

Landesarchiv Berlin A Rep. 369 Kartei

Anklage des „Volksgerichtshofs” gegen Piotr Kiciński vom 21. Februar 1942

Bundesarchiv R 3017/11489

Tenor des Todesurteils gegen Piotr Kiciński vom 26. Mai 1942

Bundesarchiv R 3017/37741

Sterbeurkunde von Piotr Kiciński vom 22. August 1942

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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