Piotr Kiciński
Im September 1941 flieht der sowjetische Kriegsgefangene Fiodor Asarow aus einem Eisenbahntransport und versteckt sich etwa zwei Monate im polnischen Kreise Konin. Mehrere in der Gegend wohnende Land­wirte und ihre Familien helfen dem Entflohenen. Im November 1941 wird der 26-jährige Asarow aufgrund einer Denunziation von einer deutschen Gendarmeriestreife aufgegriffen.
Die Polizei verhaftet daraufhin mehrere polnische Bürgerinnen und Bürger, darunter auch Piotr Kiciński.
Er wird beschuldigt, den flüchtigen Kriegsgefangenen bei seiner Flucht unterstützt zu haben.
Piotr Kiciński wird am 26. Mai 1942 vom „Volksgerichtshof” wegen „Schädigung des Reichswohls in Verbindung mit landesverräterischer Feindbegünstigung” zum Tode verurteilt und am 22. August 1942 in Berlin-Plötzensee ermordet.
Dokumente
Gefangenenkarte von Piotr Kiciński
Landesarchiv Berlin A Rep. 369 Kartei
Anklage des „Volksgerichtshofs” gegen Piotr Kiciński vom 21. Februar 1942
Bundesarchiv R 3017/11489
Tenor des Todesurteils gegen Piotr Kiciński vom 26. Mai 1942
Bundesarchiv R 3017/37741
Sterbeurkunde von Piotr Kiciński vom 22. August 1942
Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung










