Otto Carl Kiep
Als Kiep im März 1933 an einem Bankett zu Ehren von Albert Einstein teilnimmt, verlangen die Nationalsozialisten seine Ablösung. Kiep lässt sich im August 1933 in den einstweiligen Ruhestand versetzen, nimmt aber in den folgenden Jahren im Auftrag des Auswärtigen Amts an Wirtschaftsverhandlungen in Südamerika und Ostasien teil. Bei Kriegsbeginn wird er in das Amt Ausland/Abwehr im Oberkommando der Wehrmacht eingezogen und hat dort bald engen Kontakt zum Widerstandskreis um Hans Oster und Hans von Dohnanyi.
Als Teilnehmer an einer von Elisabeth von Thadden am 10. September 1943 veranstalteten Teegesellschaft wird er nach einer Denunziation am 16. Januar 1944 festgenommen. Er wird am 1. Juli 1944 vom „Volksgerichshof” gemeinsam mit Elisabeth Thadden zum Tode verurteilt.
Seine Verbindungen zu anderen Widerstandskreisen werden erst nach dem gescheiterten Umsturzversuch vom 20. Juli 1944 entdeckt. Nach erneuten Vernehmungen und schweren Misshandlungen wird Otto Carl Kiep am 26. August 1944 im Strafgefängnis Berlin-Plötzensee ermordet.
Dokumente
Otto Carl Kiep mit seinen Kindern Albrecht, Hanna und Hildegard, 1942
Privatbesitz
Gefangenenkarte von Otto Carl Kiep
Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei
Anklageschrift gegen Otto Karl Kiep und fünf weitere Teilnehmer und Teilnehmerinnen an der Teegesellschaft vom 10. September 1943
Bundesarchiv
Abschrift des Urteils gegen Elisabeth von Thadden und Otto Karl Kiep, 5. Juli 1944
Bundesarchiv Zsg 134/99






















