Karl Kirchhoff

20. Mai 1888, Leckingsen/Iserlohn – 2. Oktober 1942
Karl Kirchhoff wird am 20. Mai 1888 im westfä­lischen Leckingsen geboren und erlernt nach dem Schul­besuch das Bauhand­werk. Er nimmt als Soldat am Ersten Welt­krieg teil und arbeitet seit 1923 bei einem Bau­unterneh­men in den Nieder­landen. Seit 1930 bewirt­schaftet er die Kantine einer deutschen Bau­firma in Belgien und lebt in Vroen­hofen.
Seit 1932 ist er für den belgischen Geheim­dienst tätig und erstattet Bericht vor allem über die politische Ein­stellung deutscher Arbeiter, seit 1935 sammelt er Beo­bach­tungen militä­rischer Art zum Beispiel über Muni­tions­lager, Flug­plätze sowie Bunker- und Befes­tigungs­anlagen. Darüber hinaus führt er mehrere nieder­ländi­sche und belgische Staats­ange­hörige dem belgischen Geheim­dienst zu.
Kirchhoff wird im Mai 1940 festge­nommen, am 17. Juli 1942 vom 3. Senat des „Volks­gerichts­hofs“ wegen „Landes­verrats“ zum Tode verur­teilt und am 2. Oktober 1942 im Straf­gefängnis Berlin-Plötzen­see ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte von Karl Kirchhoff

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Anklage des „Volksgerichtshofs“ gegen Karl Kirchhoff vom 22. April 1942

Bundesarchiv R 3017/11515

Urteil des „Volksgerichtshofs“ gegen Karl Kirchhoff vom 17. Juli 1942

Bundesarchiv R 3017/11515

Sterbeurkunde von Karl Kirchhoff vom 3. Oktober 1942

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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