Alexander Kiziewicz
Laut der gegen ihn und zwei weitere Männer erlassenen Anklage vom 17. Mai 1943 wird der arbeitssuchende Stein­schläger im Dezember 1939 von einem sowjetisch­en Offizier in Grodno für den sowjetischen Geheimdienst angeworben. Während seiner Spionagetätigkeit von Ende 1939 bis Herbst 1940 führt er im deutsch-polnischen Grenzgebiet verschiedene Kurierdienste aus und wirbt zwei weitere Männer für die Mitarbeit an. Beiden über­mittelt er Spionageaufträge und übergibt die gesammel­ten Informationen, die zum Teil „wehrwichtige” Berichte über Truppentransporte oder Befestigungsarbeiten der deutschen Wehrmacht enthalten, seinem Auftraggeber.
Alexander Kiziewicz wird am 21. Juli 1941 festgenom­men und am 7. Juli 1943 vom „Volksgerichtshof” wegen „Lan­desverrats” zum Tode verurteilt. Er wird am 7. September 1943 während der sogenannten Blutnächte im Strafge­fängnis Berlin-Plötzensee ermordet.
Dokumente
Gefangenenkarte von Alexander Kiziewicz
Landesarchiv Berlin A Rep. 369 Kartei
Anklage des „Volksgerichtshofs” gegen Alexander Kiziewicz und andere vom 17. Mai 1943
Bundesarchiv R 3017/11529
Sterbeurkunde von Alexander Kiziewicz vom 9. September 1943
Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung













