Václav Klaus

22. April 1907, Prag – 8. September 1943
Václav Klaus kommt am 22. April 1907 als Sohn eines Keramikers in Prag zur Welt. Er absolviert selbst eine Keramikerausbildung und arbeitet anschließend im Geschäft seines Vaters, das er später auch übernimmt. Seit seiner Jugend ist er Mitglied in der patriotisch ge­prägten Turner­vereinigung Sokol und zuletzt Obmann in Prag-Breunau.
Nach der Besetzung der böhmischen Länder durch die Wehrmacht und dem 1941 erfolgten Verbot des Sokol beteiligt er sich ab Januar 1942 auf Einladung von Ladislav Chvátal an der Durchführung einer Unterstütz­ungsaktion zugunsten notleidender Angehöriger von festgenommenen Funktionären. Václav Klaus gewinnt Otto Král für die Mitarbeit und übernimmt die Betreuung des Bezirks Prag-Breunau. Dem untergetauchten Franti­šek Hanék vermittelt er eine Unterkunft.
Nach seiner Festnahme am 4. November 1942 verurteilt der „Volks­gerichtshof” ihn am 11. August 1943 zusammen mit Otto Král, František Hánek, Otto Frömpter und Karel Prkno wegen „Vorbereitung zum Hochverrat” zum Tode. Alle fünf Männer werden am 8. Septem­ber 1943 während der sogenannten Blutnächte im Strafgefängnis Berlin-Plötz­ensee ermordet.

Dokumente

Anklageschrift des „Volks­gerichtshofs” gegen František Hánek und andere vom 29. Juni 1943

Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-341-6

Urteil des „Volks­gerichtshofs” gegen František Hánek und andere vom 11. August 1943

Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-341-6

Sterbeurkunde von Václav Klaus vom 11. September 1943

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

Telegramm an den „Staatsminister für Böhmen und Mähren” mit Bescheid über die Hinrichtung von Václav Klaus und anderen, 15. September 1943

Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-341-6

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