Josef Kleandr

7. November 1905, Markt Bürglitz (Velký Vřešťov) – 20. Mai 1943
Josef Kleandr wird am 7. November 1905 in Markt Bürglitz (Velký Vřešťov) geboren. Nach der Volks- und Bürger­schule und einer Ausbildung tritt er 1928 in den Dienst der Tschecho­slowakischen Staats­bahnen und arbeitet als Oberadjunkt im Material­einkauf in Königgrätz (Hradec Králove). Er ist Mitglied der Gewerk­schaft Repu­blikanischer Eisenbahn­beamter, der er von 1934 bis 1938 als Kreis­sekretär in König­grätz vorsteht. 1937 tritt er in die nationalistische Vlajka-Partei (ČNST, „Die Flagge”) ein und übernimmt 1938 den Kreisvorsitz.
Nach der Besetzung der böhmischen Länder durch die Wehr­macht schließt sich Josef Kleandr im Sommer 1939 der nationalen Wider­stands­bewegung an und leitet Infor­mationen an die geheime Militär­organi­sation Obra­na Národa (ON – Vertei­digung der Nation) weiter, die den bewaffneten Aufstand plant. Er liefert Berichte über Trup­pentransporte, Stimmungen unter den Eisen­bahnern sowie über Material­bestände.
Josef Kleandr wird festge­nommen, vom 1. Senat des „Volks­gerichtshofs” am 20. Januar 1943 zum Tode verur­teilt und am 20. Mai 1943 in Berlin-Plötzensee ermordet.

Dokumente

Haftbefehl gegen Josef Kleandr vom 3. November 1941

Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-219-2

Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Josef Kleandr und weitere Personen vom 20. Januar 1943

Bundesarchiv R 3017/10918

Protokoll der Vollstreckung des Urteils gegen Josef Kleandr vom 20. Mai 1943

Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-253-8

Sterbeurkunde von Josef Kleandr vom 21. Mai 1943

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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