Jaroslav Klecan

2. April 1914, Zadní Zborovice – 8. September 1943
Jaroslav Klecan

Jaroslav Klecan

Privatbesitz

Der Landwirtschaftsgehilfe Jaroslav Klecan ist Mitglied des Kommunistischen Jugendverbands der Tschecho­slowakei. Von 1937 bis 1939 kämpft er im Spanischen Bürgerkrieg in den Internationalen Brigaden auf Seiten der Spanischen Republik.
Im Februar 1939 in Frankreich interniert, meldet er sich nach der Besetzung Frankreichs durch die Wehrmacht zum Arbeitseinsatz nach Deutschland. Im Mai 1941 wird er als „Zivilarbeiter” bei den Sächsischen Werken in Espenhain bei Leipzig als Hilfsmonteur eingestellt. Ende September 1941 flieht er und reist illegal nach Prag. Hier nimmt er Kontakt zu einer kommunis­tischen Wider­standsgruppe auf und arbeitet eng mit Julius Fučík, der seit Frühjahr 1941 der Zentralleitung der illegalen Kommunisti­schen Partei der Tschechoslowakei (KPČ) angehört, zusammen. In dessen Auftrag bemüht er sich um die Gewinnung der tschechischen Intelligenz zur Mitarbeit im „Nationalen Revolutionsausschuss”.
Jaroslav Klecan wird am 24. April 1942 in Prag festge­nommen und schwer gefoltert. Am 25. August 1943 wird er vom „Volksgerichtshof” unter Vorsitz Roland Freislers zusammen mit Julius Fučík wegen „Vorbereitung zum Hochverrat” zum Tode verurteilt.
Jaroslav Klecan wird am 8. September 1943 während der sogenannten Blutnächte im Strafgefängnis Berlin-Plötzensee ermordet.

Dokumente

Anklageschrift des „Volksgerichtshofs“ gegen Julius Fučík, Jaroslav Klecan und Lidmila Plachá vom 28. Juli 1943

Militärhistorisches Archiv, Prag Deutsche Gerichtsakten 365/46

Urteil des „Volksgerichtshofs“ gegen Julius Fučík, Jaroslav Klecan und Lidmila Plachá vom 25. August 1943

Militärhistorisches Archiv, Prag Deutsche Gerichtsakten 365/46

Sterbeurkunde von Jaroslav Klecan vom 14. September 1943

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

Bericht über die vom 7. bis 10. Septem­ber 1943 im Strafgefängnis Plötzensee vollstreckten Todesurteile, 17. September 1943

Bundesarchiv R 3001/25019

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