Jaroslav Klecan
Im Februar 1939 in Frankreich interniert, meldet er sich nach der Besetzung Frankreichs durch die Wehrmacht zum Arbeitseinsatz nach Deutschland. Im Mai 1941 wird er als „Zivilarbeiter” bei den Sächsischen Werken in Espenhain bei Leipzig als Hilfsmonteur eingestellt. Ende September 1941 flieht er und reist illegal nach Prag. Hier nimmt er Kontakt zu einer kommunistischen Widerstandsgruppe auf und arbeitet eng mit Julius Fučík, der seit Frühjahr 1941 der Zentralleitung der illegalen Kommunistischen Partei der Tschechoslowakei (KPČ) angehört, zusammen. In dessen Auftrag bemüht er sich um die Gewinnung der tschechischen Intelligenz zur Mitarbeit im „Nationalen Revolutionsausschuss”.
Jaroslav Klecan wird am 24. April 1942 in Prag festgenommen und schwer gefoltert. Am 25. August 1943 wird er vom „Volksgerichtshof” unter Vorsitz Roland Freislers zusammen mit Julius Fučík wegen „Vorbereitung zum Hochverrat” zum Tode verurteilt.
Jaroslav Klecan wird am 8. September 1943 während der sogenannten Blutnächte im Strafgefängnis Berlin-Plötzensee ermordet.
Dokumente
Anklageschrift des „Volksgerichtshofs“ gegen Julius Fučík, Jaroslav Klecan und Lidmila Plachá vom 28. Juli 1943
Militärhistorisches Archiv, Prag Deutsche Gerichtsakten 365/46
Urteil des „Volksgerichtshofs“ gegen Julius Fučík, Jaroslav Klecan und Lidmila Plachá vom 25. August 1943
Militärhistorisches Archiv, Prag Deutsche Gerichtsakten 365/46
Sterbeurkunde von Jaroslav Klecan vom 14. September 1943
Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung
Bericht über die vom 7. bis 10. September 1943 im Strafgefängnis Plötzensee vollstreckten Todesurteile, 17. September 1943
Bundesarchiv R 3001/25019



































