Jan Klíma
Nach der Besetzung der böhmischen Länder durch die Wehrmacht und der Errichtung des „Protektorats Böhmen und Mähren” schließt er sich Anfang 1941 der na­tionalen Widerstandsbewegung Národni Odboj (Nationaler Widerstand) an. Er beschafft wichtige Informationen über Produktion und Umfang von Rüstungsgütern auf der Poldi-Hütte, die mit der NS-Besatzung Teil der „Reichswerke Hermann Göring” geworden ist. Er steht in engem Kontakt mit Jan Vycpálek, der für den sowje­tischen Nachrichtendienst tätig ist und die Informationen an die Sowjetunion übermittelt.
Anfang Mai 1941 wird Jan Klíma von der Gestapo festge­nommen. Am 29. April 1943 verurteilt ihn der „Volksge­richtshof” zusammen mit Jan Vycpálek und vier weiteren Angeklagten wegen „Vorbereitung zum Hochverrat, Lan­desverrat und Feindbegünstigung” zum Tode.
Jan Klíma wird am 8. September 1943 während der so­genannten Blutnächte im Strafgefängnis Berlin-Plötzensee ermordet.
Dokumente
Anklageschrift des „Volksgerichtshofs” gegen Jan Vycpálek und andere vom 17. Februar 1943
Bundesarchiv R 3001/147069
Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Jan Vycpálek und andere vom 29. April 1943
Bundesarchiv R 3001/147069
Sterbeurkunde von Jan Klíma vom 12. September 1943
Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung
Fernschreiben des Oberreichsanwalts zur Vollstreckung der Urteile gegen Jan Klíma und weitere Personen vom 15. September 194
Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-464-10






















































