Jan Klíma

16. Mai 1915, Minitz (Minice) – 8. September 1943
Jan Klíma

Erkennungsdienstliche Aufnahme von Jan Klíma, 1941

Bundesarchiv R 3001/147069

Jan Klíma ist technischer Beamter und als Kontrolleur auf der Poldi-Hütte in Kladen (Kladno) bei Prag tätig.
Nach der Besetzung der böhmischen Länder durch die Wehrmacht und der Errichtung des „Protektorats Böh­men und Mähren” schließt er sich Anfang 1941 der na­tionalen Widerstandsbewegung Národni Odboj (Natio­naler Widerstand) an. Er beschafft wichtige Informatio­nen über Produktion und Umfang von Rüstungsgütern auf der Poldi-Hütte, die mit der NS-Besatzung Teil der „Reichswerke Hermann Göring” geworden ist. Er steht in engem Kontakt mit Jan Vycpálek, der für den sowje­tischen Nach­richtendienst tätig ist und die Informationen an die Sowjetunion übermittelt.
Anfang Mai 1941 wird Jan Klíma von der Gestapo festge­nommen. Am 29. April 1943 verurteilt ihn der „Volksge­richtshof” zu­sammen mit Jan Vycpálek und vier weiteren Angeklagten wegen „Vorbereitung zum Hoch­verrat, Lan­desverrat und Feindbegünstigung” zum Tode.
Jan Klíma wird am 8. September 1943 während der so­genannten Blutnächte im Strafgefängnis Berlin-Plötzensee er­mordet.

Dokumente

Anklageschrift des „Volksgerichtshofs” gegen Jan Vycpálek und andere vom 17. Februar 1943

Bundesarchiv R 3001/147069

Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Jan Vycpálek und andere vom 29. April 1943

Bundesarchiv R 3001/147069

Sterbeurkunde von Jan Klíma vom 12. September 1943

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

Fernschreiben des Oberreichsanwalts zur Vollstreckung der Urteile gegen Jan Klíma und weitere Personen vom 15. September 194

Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-464-10

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