Edmund Klímek

23. März 1892, Kojetein (Kojetín) – 24. September 1942
Edmund Klímek

Porträt von Edmund Klímek

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Edmund Klímek meldet sich 1914 als Ein­jährig-Frei­wil­liger zur öster­reichisch-un­ga­rischen Armee und tritt später in die Tschech­oslo­wa­kischen Legionen ein. Nach Kriegs­ende wird er ins tschecho­slowa­kische Heer über­nommen, zuletzt kom­mandiert er als Oberst­leutnant ein Bataillon in Mährisch Ostrau (Moravska Ostrava).
Nach der Beset­zung der böhmischen Länder durch die Wehr­macht schließt er sich Anfang Juni 1939 nach Auf­for­derung durch General Sergěj Ingr der im Entstehen begrif­fenen geheimen Militär­orga­nisation Obrana Národa (ON – Vertei­digung der Nation) an, die den bewaff­neten Aufstand plant.
Ihm unter­steht das Kreis­komman­do Mährisch Ostrau, das er in den folgenden Wochen aufbaut. Unter anderem stellt er Er­mitt­lungen an zu Waffen­beständen und über­mittelt diese an General Bohuslav Všetička, der seit der Flucht von General Ingr ins Ausland Ende Juni 1939 Befehls­haber von Mähren ist. Ende September 1939 gibt Klímek das Kreis­kom­mando an seinen Stell­vertreter Ladislav Mácha ab.
Im Zuge der ersten großen Verhaf­tungs­welle gegen die ON wird er Ende November 1939 festge­nom­men. Der „Volks­gerichts­hof” verurteilt ihn am 26. Juni 1942 zu­sammen mit Ladislav Mácha und fünf weiteren Ange­klagten wegen „Feind­begüns­tigung und Vorberei­tung zum Hoch­verrat” zum Tode. Edmund Klímek wird am 24. Septem­ber 1942 in Plötz­ensee ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte des Strafgefängnisses Plötzensee von Edmund Klímek

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Anklageschrift des „Volksgerichtshofs” gegen Edmund Klímek und andere vom 23. Februar 1942

Bundesarchiv R 3017/11580

Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Edmund Klímek und andere vom 26. Juni 1942

Bundesarchiv R 3017/11580

Sterbeurkunde von Edmund Klímek vom 24. September 1942

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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