Helmut Klotz

30. Oktober 1894, Freiburg im Breisgau – 3. Februar 1943
Helmut Klotz

Helmut Klotz

Archiv des Instituts für Zeitgeschichte Nachlass Hammer, ED 106, Bd. 52

Der promovierte Jurist Helmut Klotz ist 1922/23 aktives Mitglied der Deutsch­völkischen Freiheits­partei und wird anschlie­ßend in Bayern Funktionär der NSDAP. Am 9. November 1923 nimmt er am Hitler­putsch in München teil. Nach einigen Monaten Haft ist er in der NSDAP Baden aktiv, löst sich jedoch Ende 1924 von der Partei.
1928 kommt Klotz in Kontakt mit dem Reichs­banner Schwarz-Rot-Gold und wird Mitglied der SPD. Von 1930 bis 1933 gibt er die „Anti­faschis­tische Presse-Korres­pondenz” heraus und flieht 1933 über Prag nach Paris, wo er Kontakt zur KPD findet. Im März 1934 wird ihm die deutsche Staats­bürger­schaft aber­kannt, seit 1940 ist er franzö­sischer Staats­bürger.
Helmut Klotz setzt sich für die Bildung einer Volks­front gegen Hitler ein, berät im Spanischen Bürger­krieg die republi­kanische Regierung und publiziert zahlreiche Aufsätze, Denk­schriften und Bücher.
Nach dem Einmarsch der Wehr­macht in Frankreich wird er im Juli 1940 von der Gestapo festge­nom­men und in das Konzen­trations­lager Sachsen­hausen verschleppt. Am 27. November 1942 verurteilt der 1. Senat des „Volks­gerichts­hofs” Helmut Klotz wegen „Hoch- und Landes­verrats” zum Tode.
Helmut Klotz wird am 3. Februar 1943 im Straf­gefängnis Berlin-Plötzensee ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte von Helmut Klotz

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Sterbeurkunde von Helmut Klotz vom 3. Februar 1943

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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