Franz Knyra

11. Mai 1888, Sohrau (Żory) – 4. September 1942
Franz Knyra wird am 11. Mai 1888 im ober­schle­sischen Sohrau geboren. Nach dem Besuch der Volks­schule be­ginnt er eine Schlosser­lehre in Königs­hütte (Chorzów). Er schließt diese nicht ab, arbeitet aber ab 1908 in Hamburg als Nieter und Schlosser in verschie­denen Werften. 1919 kehrt er mit seiner Familie nach Chorzów zurück. Dort ist er beim polni­schen Grenz­zoll und später als Hauer in Bytom tätig.
Laut Urteil des „Volks­gerichts­hofs” wird Franz Knyra 1933 für den polnischen Nach­richten­dienst ange­worben. Er hat vor allem neue Agenten für den Geheim­dienst ge­worben und auf mehreren Reisen Infor­mationen über schlesische Garni­sonen beschafft.
Der 3. Senat des „Volks­gerichts­hofs” verurteilt Franz Knyra am 22. Mai 1942 wegen „Landes­verrats” zum Tode.
Er wird am 4. September 1942 im Straf­gefängnis Plöt­zensee ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte von Franz Knyra

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Anklage des „Volksgerichtshofs” gegen Franz Knyra vom 29. Januar 1942

Bundesarchiv R 3017/11626

Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Franz Knyra vom 22. Mai 1942

Bundesarchiv R 3017/11626

Ablehnung des Gnadengesuchs von Franz Knyra durch den Reichsminister der Justiz vom 24. August 1942

Bundesarchiv R 3017/49541

Niederschrift über den Vollzug der Todesstrafe an Franz Knyra vom 4. September 1942

Bundesarchiv R 3017/49541

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