Rudolf Kočí

16. April 1901, Jungbunzlau (Mladá Boleslav) – 24. September 1942
Rudolf Kočí

Erkennungsdienstliches Foto von Rudolf Kočí, 1941

Bundesarchiv R 3017/11674

Rudolf Kočí wird am 16. April 1901 in Jung­bunzlau geboren und lernt nach dem Besuch der Volks- und Bürger­schule das Kauf­manns­gewerbe. Zwischen 1921 und 1923 dient er in der Tschecho­slowa­kischen Armee und arbeitet nach der Entlassung als Korporal in seinem eigenen Geschäft. 1940 geht er als Hilfs­arbeiter nach München.
Im Frühjahr 1941 fasst er mit anderen tschecho­slowa­kischen Bekannten und Kollegen den Entschluss, nach England zu fliehen und dort in die Tschecho­slowa­kische Legion einzutreten. Mitte Mai 1941 ver­sucht Kočí deshalb mit anderen Männern am Boden­see illegal die deutsch-schwei­zerische Grenze zu über­queren. Alle Beteiligten werden bei dem Versuch festge­nommen.
Rudolf Kočí wird vom 5. Senat des „Volks­gerichts­hofs“ am 1. Juni 1942 wegen „Vorbe­reitung zum Hoch­verrat in Tat­einheit mit versuch­ter landes­verrä­terischer Waffen­hil­fe“ zum Tode verurteilt und am 24. Sep­tember 1942 im Straf­gefängnis Berlin-Plötzen­see ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte des Strafgefängnisses Plötzensee von Rudolf Kočí

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Haftbefehl gegen Rudolf Kočí vom 20. Juni 1941

Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-390-11

Urteil des „Volksgerichtshofs“ gegen Rudolf Kočí vom 1. Juni 1942

Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-390-16

Mitteilung der Hinrichtung von Rudolf Kočí vom 24. September 1942

Bundesarchiv R 3017/11674

Sterbeurkunde von Rudolf Kočí vom 24. September 1942

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

zurück