František Kodýdek
Im Frühjahr 1939 wird Kodýdek für die Arbeit in der ver­botenen Kommunistischen Partei der Tschechoslowakei (Komunistická strana Československa, kurz: KSČ) ge­worben und mit der Gründung und Leitung einer neuen Zelle im Prager Bezirk Pankratz beauftragt. Für die wirbt er neue Mitglieder an und sammelt von ihnen Geldbei­träge für die Angehörigen politischer Häftlinge ein. Als Zellenleiter nimmt er an verschiedenen Funktionärs­treffen teil und ist an der Verbreitung politischer Flug­schriften beteiligt. Zwischen Februar und Oktober 1941 übt er außerdem übergangsweise die Funktion des Be­zirksleiters der KSČ in Pankratz aus.
František Kodýdek wird wegen seiner politischen Betä­tigung festgenommen und vom 1. Senat des „Volksge­richtshofs” am 29. Juli 1942 wegen „Vorbereitung zum Hochverrat und Feindbegünstigung” zum Tode verurteilt.
Er wird am 5. November 1942 im Strafgefängnis Berlin-Plötzensee ermordet.
Dokumente
Gefangenenkarte von František Kodýdek
Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei
Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen František Kodýdek und weitere Angeklagte vom 29. Juli 1942
Bundesarchiv R 3017/9515
Gnadengesuch von František Kodýdek mit Übersetzung vom 16. August 1942
Bundesarchiv R 3017/15728
Ablehnung des Gnadenerweises durch den Reichsminister der Justiz für František Kodýdek und weitere Personen vom 26. Oktober 1942
Bundesarchiv R 3017/15728
Bekanntmachung der Vollstreckung des Urteils gegen František Kodýdek und weitere Personen vom 5. No­vember 1942
Bundesarchiv R 3017/15728
































