František Kodýdek

28. Oktober 1906, Prag – 5. November 1942
František Kodýdek wird am 28. Oktober 1906 in Prag geboren und leistet ab 1926 für zwei Jahre seinen Militär­dienst in Komotau ab. Der Schlosser ist in der Gewerk­schaft des sozial­demokratischen Metall­arbei­terver­bandes organisiert.
Im Frühjahr 1939 wird Kodýdek für die Arbeit in der ver­botenen Kommunis­tischen Partei der Tschecho­slowakei (Komunis­tická strana Česko­slovenska, kurz: KSČ) ge­worben und mit der Gründung und Leitung einer neuen Zelle im Prager Bezirk Pankratz beauftragt. Für die wirbt er neue Mit­glieder an und sammelt von ihnen Geldbei­träge für die Angehörigen politischer Häftlinge ein. Als Zellen­leiter nimmt er an verschiedenen Funktionärs­treffen teil und ist an der Verbreitung politischer Flug­schriften beteiligt. Zwischen Februar und Oktober 1941 übt er außerdem übergangs­weise die Funktion des Be­zirks­leiters der KSČ in Pankratz aus.
František Kodýdek wird wegen seiner politischen Betä­tigung festge­nommen und vom 1. Senat des „Volksge­richtshofs” am 29. Juli 1942 wegen „Vorbe­reitung zum Hoch­verrat und Feindbe­günstigung” zum Tode verurteilt.
Er wird am 5. November 1942 im Straf­gefängnis Berlin-Plötzensee ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte von František Kodýdek

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen František Kodýdek und weitere Angeklagte vom 29. Juli 1942

Bundesarchiv R 3017/9515

Gnadengesuch von František Kodýdek mit Übersetzung vom 16. August 1942

Bundesarchiv R 3017/15728

Ablehnung des Gnadenerweises durch den Reichsminister der Justiz für František Kodýdek und weitere Personen vom 26. Oktober 1942

Bundesarchiv R 3017/15728

Bekanntmachung der Vollstreckung des Urteils gegen František Kodýdek und weitere Personen vom 5. No­vember 1942

Bundesarchiv R 3017/15728

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