Matthias Köhli

21. November 1908, Neboschki – 5. Juli 1940
Der in Berlin-Lichtenberg lebende Bauarbeiter Matthias Köhli gehört mit seiner Frau Liesbeth, die er 1934 geheiratet hat, der Glaubensgemeinschaft der Zeugen Jehovas an.
Als er seine Einberufung zur Wehrmacht erhält, verweigert er aus religiösen Gründen den Kriegsdienst. Nach der bereits kurz vor dem deutschen Überfall auf Polen am 26. August 1939 in Kraft getretenen „Kriegssonderstrafrechts­verordnung” wird die Verweigerung des Militärdienstes als „Zersetzung der Wehrkraft” geahndet und kann mit dem Tode bestraft werden.
Matthias Köhli wird am 20. Mai 1940 vom Oberreichs­kriegsanwalt angeklagt und am 7. Juni zum Tode verurteilt. Er wird am 5. Juli 1940 im Strafgefängnis Plötzensee ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte von Matthias Köhli

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Liste des Reichskriegsgerichts

Militärhistorisches Archiv, Prag RKG 39-14/2

Sterbeurkunde von Matthias Köhli vom 5. Juli 1940

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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