Oskar König

19. Juli 1902, Steinlach – 18. April 1945
Dem aus Thürin­gen stammen­den Schlos­ser­gesellen Oskar König wird vorge­wor­fen, sich in der Berli­ner Luisen­straße unweit der Charité nach einem in der Nacht zum 23. Novem­ber 1943 erfolgten alliier­ten Luftan­griff einen OP-Kittel, eine OP-Schere sowie vier Paar Socken und ein Paar Hand­schuhe angeeig­net zu haben. Er war zuvor zu Löscharbeiten herangezogen worden.
Das Sonder­gericht I bei dem Land­gericht Berlin verur­teilt ihn am 7. März 1945 wegen „Plün­derns” auf Basis der „Volks­­schäd­lings­verord­nung” zum Tode.
Oskar König wird am 18. April 1945, dem letzten Tag, an dem dort noch NS-Un­rechts­urteile voll­streckt werden, wie weitere 32 Personen im Strafge­fängnis Berlin-Plötzen­see ermor­det, bevor das Gefäng­nis am 25. April 1945 von der Roten Armee befreit wird.

Dokumente

Gefangenenkarte von Oskar König

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Urteilsformel des Sondergerichts I bei dem Landgericht Berlin gegen Oskar König vom 7. März 1945

Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep 12 C Berlin II, Nr. 17862

Sterbeurkunde von Oskar König vom 18. November 1946

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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