Bohuslav Kohout

5. Dezember 1896, Leitomischl (Litomyšl) – 26. August 1942
Bohuslav Kohout

Erkennungsdienstliche Aufnahme von Bohuslav Kohout, 1940

Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-250-2

Bohuslav Kohout wird am 5. Dezember 1896 in Leito­mischl geboren und besucht nach dem Gymna­sium die Kadetten­schule. Ab 1915 nimmt er als Soldat am Ersten Welt­krieg teil und wird nach Kriegs­ende in die neu auf­gestellte Tschecho­slowa­kische Armee über­nommen. Nach seiner Ent­lassung im Frühjahr 1939 ist er bei der Bezirks­behörde in Hohen­mauth und zuletzt beim Stadt­amt in Brandeis beschäftigt.
Im Sommer 1939 wird Kohout für die Obrana Národa (ON – Vertei­digung der Nation) ange­worben. Die ON ist eine geheime Organi­sation ehemaliger tschecho­slowa­kischer Offi­ziere, die sich nach der Errich­tung des „Pro­tektorats Böh­men und Mähren” im Früh­jahr 1939 gebildet hat und deren Mitglieder versu­chen, unter deutscher Besat­zung ein geheimes Heer aufzu­bauen. Kohout be­ginnt im Bezirk Hohen­mauth eine Reiter­abteilung beste­hend aus drei Eska­dronen aufzu­stellen und dafür geeig­nete Offiziere anzu­werben. Ab Oktober 1939 über­nimmt er das ON-Bezirks­kommando in Hohen­mauth und stellt für die Organi­sation drei Infan­terie­bataillone auf.
Nach seiner Fest­nahme im Februar 1940 wird Bohuslav Kohout am 7. Januar 1942 vom „Volks­gerichts­hof“ wegen „Feindbe­günstigung und Vorbe­reitung zum Hoch­verrat“ zum Tode verurteilt und am 26. August 1942 im Strafge­fängnis Berlin-Plötzen­see ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte des Strafgefängnisses Plötzensee von Bohuslav Kohout

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Haftbefehl gegen Bohuslav Kohout vom 23. August 1940

Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-250-2

Urteil des „Volksgerichtshofs“ gegen Bohuslav Kohout und weitere Personen vom 7. Januar 1942

Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-250-1

Sterbeurkunde von Bohuslav Kohout vom 26. August 1942

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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