David Kohout

14. Februar 1895, Ratischkowitz (Ratiškovice) – 16. Juni 1943
David Kohout

Erkennungsdienstliche Aufnahme von David Kohout, 1940

Bundesarchiv R 3017/14671

David Kohout ist Auto­mechaniker und betreibt zusam­men mit František Šelepa einen Gebrauchtwagen­handel.
Nach der Besetzung der böhmischen Länder durch die Wehrmacht schließt er sich auf Initiative von František Šelepa der natio­nalen Wider­stands­bewegung an. Anfang 1940 wird er Mitglied der Wider­standsgruppe um Artur Schwarz. Die Gruppe hat über Miloš Bondy Kontakte zur geheimen Militär­organisation Obrana Národa (ON – Ver­teidigung der Nation) und organisiert den Transfer frü­herer Legionäre ins Ausland. Bis Mitte Januar 1940 wer­den der sich formierenden Exil­armee so zwei Dutzend ehemalige Piloten zuge­führt.
David Kohout führt einen Teil der mit dem Transport zusammen­hängenden Währungs­geschäfte wie etwa diverse Wechsel durch.
Die Gruppe wird enttarnt und David Kohout Mitte Mai 1940 festge­nommen. Am 21. November 1942 verurteilt der „Volks­gerichtshof” ihn mit Artur Schwarz, František Šelepa und elf weiteren Angeklagten wegen „Vorberei­tung zum Hoch­verrat” zum Tode. David Kohout wird am 16. Juni 1943 in Berlin-Plötzen­see ermordet.

Dokumente

Anklageschrift des „Volksgerichtshofs“ gegen Artur Schwarz und andere vom 15. Juni 1942

Bundesarchiv R 3017/14671

Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Artur Schwarz und andere vom 21. November 1942

Bundesarchiv R 3017/14671

Sterbeurkunde von David Kohout vom 17. Juni 1943

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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