Johann Koklar

17. März 1916, Großtschekau (Čakov u Českých Budějovic) – 8. September 1944
Johann Koklar erlernt nach der Volks­schule das Auto­schlos­serhandwerk und kommt nach der Besetzung der böh­mischen Länder durch die Wehrmacht als „Zivil­arbeiter” nach Berlin.
Ihm wird vorgeworfen, von November 1943 bis Januar 1944 zusam­men mit Bohumil Mácha und František Gurecký an meh­reren Einbrüchen in private Luftschutz­bunker beteiligt gewesen zu sein. Die entwendeten Wäsche- und Kleidungs­stücke werden von Bohumil Máchas Verlobter genutzt oder weiterver­äußert.
Am 15. August 1944 verurteilt das Sondergericht V bei dem Landgericht Berlin die drei jungen Männer auf Basis der kurz nach Kriegsbeginn erlassenen „Volksschädlings­verordnung” wegen „Bunkerdiebstahls” zum Tode.
Der Antrag seines Verteidigers auf Anhörung weiterer Zeugenaussagen und sein Gnadengesuch werden abge­lehnt und Johann Koklar am 8. September 1944 zusammen mit Bohumil Mácha und František Gurecký im Strafge­fängnis Plötzensee ermordet.

Dokumente

Übersetzung eines Briefs von Johann Koklar an seine Mutter und Geschwis­ter vom 1. August 1944

Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep 12 C Berlin II 3311

Urteilstenor des Sondergerichts V beim Landgericht Berlin gegen Bohumil Mácha und andere vom 15. August 1944

Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep 12 C Berlin II 3311/9

Mitteilung des Strafgefängnisses Plötzensee über den Abgang des Gefangenen Johann Koklar vom 9. September 1944

Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep 12 C Berlin II 3311/3

Sterbeurkunde von Johann Koklar vom 9. September 1944

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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