Franz Kokot
Kokot arbeitet seit Frühjahr 1934 für den polnischen Geheimdienst und führt verschiedene Erkundungs- und Ausspähungsaufträge im deutsch-polnischen Grenz­gebiet aus. Er fertigt Berichte über militärische Truppen­teile sowie die Art und Anzahl der vorhandenen Waffen in verschiedenen Städten an. Außerdem macht er Beobachtungen zur Organisation und Stärke der SS und SA, verschiedenen Grenzschutzeinheiten, Befestigungs­bauten und militärischen Mobilmachungsvorbereitungen der deutschen Zollbehörden. Zusammen mit seinem Schwager Franz Kauka fertigt er darüber hinaus fotogra­fische Aufnahmen von militärisch relevanten Gebäuden und Orten an, die teilweise von Kauka über die Grenze geschafft und einem Nachrichtenoffizier übergeben werden.
Franz Kokot wird zu Beginn des Zweiten Weltkrieges festge­nommen, zusammen mit Franz Kauka vom 3. Senat des „Volksgerichtshofs“ am 1. Oktober 1941 wegen „Landes­verrats“ zum Tode verurteilt und am 10. März 1942 im Strafgefängnis Berlin-Plötzensee ermordet.
Dokumente
Gefangenenkarte von Franz Kokot
Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei
Urteil des „Volksgerichtshofs“ gegen Franz Kokot und Franz Kauka vom 1. Oktober 1941
Bundesarchiv R 3017/32757
Bekanntmachung der Vollstreckung des Urteils gegen Franz Kokot vom 10. März 1942
Bundesarchiv R 3017/49484
Sterbeurkunde von Franz Kokot vom 10. März 1942
Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung























































