Bronisław Kokowski
Zunächst besucht er die deutsche Volksschule und an­schließend die polnische Minderheitenschule. Er absol­viert das polnische Lehrerseminar in Rogasen, um später als Lehrer für die polnische Minderheit in Deutschland tätig zu werden.
1936 kehrt er nach Kleschin zurück und arbeitet in der elterlichen Landwirtschaft. Nach der Absolvierung des Reichsarbeitsdienstes bemüht er sich um Einreise nach Polen und arbeitet dann als Lehrer, unter anderem an der polni­schen Volksschule in Kolmar. Im November 1938 erhält er die polnische Staatsangehörigkeit. Seit dieser Zeit unterhält er Kontakte zum polnischen Nachrichten­dienst und übermittelt bis Juni 1938 geheime Infor­mationen über die deutsche Wehrmacht.
Bronisław Kokowski wird am 17. Oktober 1941 festgenommen, am 8. Juni 1943 vom 3. Senat des „Volksgerichtshofs” wegen „Landesverrats” zum Tode verurteilt und am 30. Juli 1943 in Plötzensee ermordet.
Dokumente
Anklage des „Volksgerichtshofs” gegen Bronisław Kokowski vom 12. April 1943
Bundesarchiv R 3017/11699
Todesurteil des „Volksgerichtshofs” gegen Bronisław Kokowski vom 8. Juni 1943
Bundesarchiv R 3017/11699
Sterbeurkunde von Bronisław Kokowski vom 31. Juli 1943
Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung
Bronisław Kokowskis Frau Tekla und ihre Tochter Maria
Privatbesitz

























