Bronisław Kokowski

5. September 1916, Kleschin (Kleszczyna) – 30. Juli 1943
Bronisław Kokowski

Bronisław Kokowski

Privatbesitz

Bronisław Kokowski wird in Kleschin im Kreis Flatow als Sohn eines Land­wirts geboren. Seine Eltern besitzen die deutsche Staats­ange­hörigkeit, gehören aber zur pol­nischen Minder­heit.
Zunächst besucht er die deutsche Volks­schule und an­schließend die polnische Minder­heiten­schule. Er absol­viert das polnische Lehrer­seminar in Rogasen, um später als Lehrer für die polnische Minder­heit in Deutschland tätig zu werden.
1936 kehrt er nach Kleschin zurück und arbeitet in der elterlichen Land­wirt­schaft. Nach der Absolvie­rung des Reichs­arbeits­dienstes bemüht er sich um Einreise nach Polen und arbeitet dann als Lehrer, unter anderem an der polni­schen Volks­schule in Kolmar. Im November 1938 erhält er die polnische Staats­ange­hörigkeit. Seit dieser Zeit unterhält er Kontakte zum polnischen Nach­richten­dienst und über­mittelt bis Juni 1938 geheime Infor­ma­tionen über die deutsche Wehr­macht.
Bronisław Kokowski wird am 17. Oktober 1941 festge­nommen, am 8. Juni 1943 vom 3. Senat des „Volks­gerichts­hofs” wegen „Landes­verrats” zum Tode verur­teilt und am 30. Juli 1943 in Plötzen­see ermordet.

Dokumente

Anklage des „Volksgerichtshofs” gegen Bronisław Kokowski vom 12. April 1943

Bundesarchiv R 3017/11699

Todesurteil des „Volksgerichtshofs” gegen Bronisław Kokowski vom 8. Juni 1943

Bundesarchiv R 3017/11699

Sterbeurkunde von Bronisław Kokowski vom 31. Juli 1943

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

Bronisław Kokowskis Frau Tekla und ihre Tochter Maria

Privatbesitz

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