Antonín Kollert

18. April 1907, Ober Radechau (Horní Radechová) – 2. Oktober 1942
Antonín Kollert

Erkennungsdienstliche Aufnahme von Antonín Kollert, 1940

Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-308-9

Antonín Kollert wird am 18. April 1907 in Ober Radechau geboren und studiert nach dem Besuch des Gymnasiums Rechts- und Natur­wissen­schaften. Er promoviert und arbeitet ab 1928 als Versiche­rungs­mathe­matiker für eine Versi­cherungs­anstalt in Prag. Seit 1937 ist er Mitglied in der katho­lischen Volks­partei, später auch der republika­nischen Agrar­partei, und vertritt diese Parteien in einer Prager Orts­grup­pe. Seit Dezember 1939 gehört er der patriotisch geprägten tschecho­slowakischen Turnbewe­gung Sokol („Falke”) an.
Antonín Kollert ist für die Wider­stands­gruppe um Josef Jošt vor allem an der illegalen Flucht­hilfe für ehemalige Ange­hörige der Tschecho­slowa­kischen Armee ins Aus­land beteiligt, die er zum Teil aus eigenen Mitteln finan­ziert.
Er wird im Februar 1940 festge­nommen, am 24. April 1942 vom 1. Senat des „Volks­gerichts­hofs” wegen „Feind­begünstigung und Vorbe­reitung zum Hoch­verrat” zum Tode verurteilt und mit drei anderen Ver­urteilten am 2. Oktober 1942 im Straf­gefängnis Berlin-Plötzen­see ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte des Strafgefängnisses Plötzensee von Antonín Kollert

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Antonín Kollert und weitere Angeklagte vom 24. April 1942

Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-308-9

Schnellbrief des „Reichsprotektors in Böhmen und Mähren” zum Urteil gegen Antonín Kollert und weitere Personen vom 19. August 1942

Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-308-9

Ablehnung der Gnadenerweise für Antonín Kollert und weitere Personen sowie Presse­vermerk des Reichs­ministers der Justiz zur Vollstreckung der Urteile vom 17. September 1942

Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-308-9

Sterbeurkunde von Antonín Kollert vomm 3. Oktober 1942

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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