Franz Kolodziejski
Dort arbeitet auch der britische Kriegsge­fangene James Everett. In der Nacht vom 27. Juli 1942 fliehen Everett, Kolodziejski und Roman Loński, ein weiterer polnischer Zwangsarbeiter, von ihrer Arbeits­stelle. Sie wollen über Belgien und Frankreich nach England gelangen. Everett war im nahegelegenen Konitz einige Zeit in einem Gefangenenlager und ist daher mit den Anwohnern Peter und Julius Osowicki bekannt. Diese bewirten die Männer und Julius Osowicki versucht, Bahnkarten für die weitere Flucht zu beschaffen. Am Nachmittag des 30. Juli entdecken zwei Soldaten die Flüchtigen in einer Scheune und nehmen diese fest.
Der 1. Senat des „Volksgerichtshofs” verurteilt Roman Loński, Franz Kolodziejski und Julius Osowicki wegen „Feindbegünstigung” zum Tode. Peter Osowicki wird zu sieben Jahren verschärften Straflagers verurteilt.
Franz Kolodziejski wird am 10. Mai 1943 im Strafgefängnis Plötzensee ermordet.
Dokumente
Anklage des „Volksgerichtshofs” gegen Roman Lonski, Franz Kolodziejski, Peter Osowicki und Julius Osowicki vom 19. November 1942
Bundesarchiv R 3018/5642
Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Roman Lonski, Franz Kolodziejski, Peter Osowicki und Julius Osowicki vom 8. Februar 1943
Bundesarchiv Bundesarchiv R 3018/5642
Ablehnung der Gnadengesuche von Roman Lonski, Franz Kolodziejski und Julius Osowicki vom 30. April 1943
Bundesarchiv R 3018/5642
Sterbeurkunde von Franz Kolodziejski vom 11. Mai 1943
Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung



















