Franz Kolodziejski

16. Juli 1920, Dortmund – 10. Mai 1943
Der Kutscher Franz Kolodziejski ist im Frühjahr 1942 als „Zivil­arbeiter” bei einem deutschen Landwirt in Groß-Zirk­witz eingesetzt.
Dort arbeitet auch der britische Kriegsge­fangene James Everett. In der Nacht vom 27. Juli 1942 fliehen Everett, Kolodziejski und Roman Loński, ein weiterer polnischer Zwangs­arbeiter, von ihrer Arbeits­stelle. Sie wollen über Belgien und Frankreich nach England gelangen. Everett war im nahe­gelegenen Konitz einige Zeit in einem Gefangen­enlager und ist daher mit den Anwohnern Peter und Julius Osowicki bekannt. Diese bewirten die Männer und Julius Osowicki versucht, Bahn­karten für die weitere Flucht zu beschaffen. Am Nach­mittag des 30. Juli entdecken zwei Soldaten die Flüchtigen in einer Scheune und nehmen diese fest.
Der 1. Senat des „Volks­gerichtshofs” verurteilt Roman Loński, Franz Kolodziejski und Julius Osowicki wegen „Feindbe­günstigung” zum Tode. Peter Osowicki wird zu sieben Jahren verschärften Straf­lagers verurteilt.
Franz Kolodziejski wird am 10. Mai 1943 im Straf­gefängnis Plötzensee ermordet.

Dokumente

Anklage des „Volksgerichtshofs” gegen Roman Lonski, Franz Kolodziejski, Peter Osowicki und Julius Osowicki vom 19. November 1942

Bundesarchiv R 3018/5642

Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Roman Lonski, Franz Kolodziejski, Peter Osowicki und Julius Osowicki vom 8. Februar 1943

Bundesarchiv Bundesarchiv R 3018/5642

Ablehnung der Gnadengesuche von Roman Lonski, Franz Kolodziejski und Julius Osowicki vom 30. April 1943

Bundesarchiv R 3018/5642

Sterbeurkunde von Franz Kolodziejski vom 11. Mai 1943

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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