Emil Komann

28. Juli 1917, Ossegg (Osek) – 12. April 1943
Emil Komann

Emil Komann um 1940

Privatbesitz

Emil Komann wächst bei seiner allein­erziehenden Mutter auf. Nach dem Besuch der Volks- und Bürger­schule lässt er sich an einer Gewerbe­schule zum Fotografen ausbil­den. Im August 1941 heiratet er seine Frau Jana, das Paar lebt in Teplitz (Teplice).
Durch das Münchner Abkommen wird die Stadt Ende 1938 dem Deutschen Reich zugeschlagen, es folgt die Besetzung der böhmischen Länder durch die Wehr­macht und die Errichtung des „Protektorats Böhmen und Mäh­ren” im Frühjahr 1939. 1940 lernt Emil Komann Otto Ficht kennen, der als Mitglied der inzwischen verbotenen Tschechoslowakischen Kommunis­tischen Partei (KPČ) eine kommu­nistische Widerstands­gruppe im Raum Teplitz aufzubauen sucht. Emil Komann unterstützt ihn dabei sowie bei Spendensam­mlungen der Roten Hilfe. Ab September 1941 übernimmt er den Posten des Gebiets­leiters und steht in Kontakt mit der Zentral­leitung der KPČ in Prag.
Emil Komann wird Ende November 1941 festge­nommen und ein Jahr später, am 12. November 1942, vom „Volks­gerichtshof” zusammen mit Otto Ficht und vier weiteren Gruppen­mitgliedern wegen „Vorbereitung zum Hoch­verrat und landes­verräterischer Feindbegüns­tigung” zum Tode verurteilt. Er wird am 12. April 1943 in Plötzensee ermordet.

Dokumente

Anklage des „Volksgerichtshofs” gegen Otto Ficht und andere vom 3. September 1942

Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-510-6

Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Otto Ficht und andere vom 12. November 1942

Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-510-6

Sterbeurkunde von Emil Komann vom 13. April 1943

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

Emil Komann mit seiner Frau Jana

Privatbesitz

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