Emil Komann
Durch das Münchner Abkommen wird die Stadt Ende 1938 dem Deutschen Reich zugeschlagen, es folgt die Besetzung der böhmischen Länder durch die Wehrmacht und die Errichtung des „Protektorats Böhmen und Mähren” im Frühjahr 1939. 1940 lernt Emil Komann Otto Ficht kennen, der als Mitglied der inzwischen verbotenen Tschechoslowakischen Kommunistischen Partei (KPČ) eine kommunistische Widerstandsgruppe im Raum Teplitz aufzubauen sucht. Emil Komann unterstützt ihn dabei sowie bei Spendensammlungen der Roten Hilfe. Ab September 1941 übernimmt er den Posten des Gebietsleiters und steht in Kontakt mit der Zentralleitung der KPČ in Prag.
Emil Komann wird Ende November 1941 festgenommen und ein Jahr später, am 12. November 1942, vom „Volksgerichtshof” zusammen mit Otto Ficht und vier weiteren Gruppenmitgliedern wegen „Vorbereitung zum Hochverrat und landesverräterischer Feindbegünstigung” zum Tode verurteilt. Er wird am 12. April 1943 in Plötzensee ermordet.
Dokumente
Anklage des „Volksgerichtshofs” gegen Otto Ficht und andere vom 3. September 1942
Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-510-6
Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Otto Ficht und andere vom 12. November 1942
Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-510-6
Sterbeurkunde von Emil Komann vom 13. April 1943
Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung
Emil Komann mit seiner Frau Jana
Privatbesitz









































