Josef Konop


Erkennungsdienstliche Aufnahme von Josef Konop, 1941
Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-419-9
Nach der Besetzung der böhmischen Länder durch die Wehrmacht fragt ihn im Frühjahr 1940 sein Kollege Karel Čámský, ob er noch sozialistisch gesinnt sei und bereit ist, bei der Widerstandsorganisation Národni Odboj (Nationaler Widerstand) mitzuarbeiten, die die Tschecho­slowakische Republik auf sozialistischer Grundlage wie­derherstellen will. Josef Konop erklärt sich hierzu bereit und beschafft für Ctibor Träger, der Nachrichten über Truppenbewegungen sammelt, aus der Eisenbahndi­rektion die Durchschrift zweier Telegramme Pferdetrans­porte der Wehrmacht in Richtung Pilsen betreffend.
Am 11. Februar 1941 wird Josef Konop festgenommen. Der „Volksgerichtshof” verurteilt ihn am 16. Juni 1942 wegen „Feindbegünstigung, Verabredung zum Landesverrat und Vorbereitung zum Hochverrat” mit Ctibor Träger sowie weiteren zehn Angeklagten zum Tode. Sein Gnadengesuch wird abgelehnt und Josef Konop und die anderen Angeklagten am 3. November 1942 im Strafgefängnis Plötzensee ermordet.
Dokumente
Gefangenenkarte des Strafgefängnisses Plötzensee von Josef Konop
Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei
Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Ctibor Träger und andere vom 16. Juni 1942
Bundesarchiv R 3001/144639
Bekanntmachung der Hinrichtung von Josef Konop und anderen, plakatiert in Prag und Pilsen Ende 1942
Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-419-1
Sterbeurkunde von Josef Konop vom 4. November 1942
Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung







































































