Franz Korb

16. Februar 1900, St. Nikolai/Leibnitz – 19. Januar 1940
Der in Graz lebende Franz Korb gehört der Glaubens­gemeinschaft der Zeugen Jehovas an. Mit Beginn des Zweiten Weltkrieges wird er zur Wehrmacht einberufen und verweigert daraufhin aus religiösen Gründen den Militärdienst und den Eid auf Hitler.
Bereits kurz vor dem deutschen Überfall auf Polen ist am 26. August 1939 die „Kriegssonderstrafrechtsverordnung” in Kraft getreten, nach der die Verweigerung des Militär­dienstes als „Zersetzung der Wehrkraft” geahndet und mit dem Tode bestraft werden kann.
Franz Korb wird festgenommen und am 25. Oktober 1939 erhebt der Oberreichskriegsanwalt Anklage gegen ihn. Er wird am 6. Dezember vom Reichskriegsgericht in Berlin zum Tode verurteilt und am 19. Januar 1940 im Strafgefängnis Berlin-Plötzensee ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte von Franz Korb

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Sterbeurkunde von Franz Korb vom 19. Januar 1940

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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