Karl Kornas

16. Oktober 1913, Petrowitz/Kattowitz (Piotrowice/Katowice) – 17. Juli 1942
Karl Kornas wird am 16. Oktober 1913 im oberschle­sischen Petrowitz geboren. Beim deutschen Überfall auf Polen dient er als Reserve­offizier in der polnischen Armee. Im Oktober 1939 kehrt er in seine Hei­matstadt zurück und schließt sich kurz darauf der Wider­stands­gruppe Siła Zbrojna Polska (SZP – Be­affnete Macht Polens) an. Die Gruppe besteht aus ehemaligen Mili­tärange­hörigen und trifft Vorberei­tungen für einen Aufstand gegen die deutschen Besatzer.
Karl Kornas übernimmt im März 1940 die Führung der Kommando­stelle Petrowitz. Zu seinen Aufgaben gehören unter anderem die Werbung neuer Mitglieder und die Verteilung von Unter­grund­zeitschriften. Im Juni 1940 wird er mit der Leitung der Nach­richten­abteilung im gesamten Gebiet Schlesien betraut. In dieser Funktion sammelt er vor allem militärisch und wirtschaftlich relevante Informationen für die SZP. Außerdem soll er Gift, Waffen und Sprengstoff für die Widerstands­gruppe beschafft haben.
Der 2. Senat des „Volks­gerichtshofs” verurteilt Karl Kornas am 7. März 1942 zusammen mit fünf weiteren Mitgliedern der Widerstands­gruppe wegen „Landes­verrats in Ver­bindung mit Vorbereitung zum Hoch­verrat und landes­verräterischer Feindbegüns­tigung” zum Tode. Er wird am 17. Juli 1942 in Berlin-Plötzensee ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte von Karl Kornas

Landesarchiv Berlin A Rep. 369 Kartei

Todesurteil des „Volksgerichtshofs” gegen Karl Kornas vom 7. März 1942

Bundesarchiv R 3017/11790

Sterbeurkunde von Karl Kornas vom 17. Juli 1942

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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