Frieda Korsing


Erkennungsdienstliches Foto von Frieda Korsing
Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep 12 C Frankfurt/Oder, Nr. 690/2
Wegen der Durchführung beziehungsweise dem Versuch von Abtreibungen wird Frieda Korsing ab 1923 mehrmals zu kürzeren Haftstrafen verurteilt. In den Jahren 1941 und 1942 führt sie nach entsprechenden Anfragen bei fünf Frauen in Frankfurt/Oder Abtreibungen durch.
Sie wird im Frühjahr 1942 festgenommen und vom Sondergericht bei dem Landgericht Frankfurt (Oder) am 20. April 1942 wegen „gewerbsmäßiger Abtreibung” (§ 218) auf Grundlage der am 5. September 1939 erlassenen „Verordnung gegen Volksschädlinge” als „gefährliche Gewohnheitsverbrecherin” zum Tode verurteilt.
Frieda Korsing wird am 5. Juni 1942 im Strafgefängnis Berlin-Plötzensee ermordet.
Dokumente
Gefangenenkarte von Frieda Korsing
Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei
Urteilstenor des Sondergerichts bei dem Landgericht Frankfurt/Oder gegen Frieda Korsing vom 20. April 1942
Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep 12 C Frankfurt/Oder, Nr. 690/2
Sterbeurkunde von Frieda Korsing vom 5. Juni 1942
Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung
Bekanntmachung der Hinrichtung von Frieda Korsing in Frankfurt/Oder, Frühsommer 1942
Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep 12 C Frankfurt/Oder, Nr. 690/1







