Frieda Korsing

17. April 1889, Frankfurt/Oder – 5. Juni 1942
Frieda Korsing

Erkennungsdienstliches Foto von Frieda Korsing

Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep 12 C Frankfurt/Oder, Nr. 690/2

Frieda Nerger arbeitet nach der Volks­schule in Fabriken, bis sie 1911 den Kessel­schmied Wilhelm Janisch heiratet und mit ihm drei Kinder bekommt. Die Ehe wird 1918 geschie­den. 1927 heiratet sie den Arbeiter Walter Korsing, dieser wird kurz nach der national­sozialis­tischen Macht­über­nahme erschossen.
Wegen der Durch­führung beziehungs­weise dem Versuch von Abtrei­bungen wird Frieda Korsing ab 1923 mehr­mals zu kürzeren Haft­strafen verurteilt. In den Jahren 1941 und 1942 führt sie nach entspre­chenden Anfragen bei fünf Frauen in Frank­furt/Oder Abtrei­bungen durch.
Sie wird im Früh­jahr 1942 festge­nommen und vom Sonder­gericht bei dem Land­gericht Frankfurt (Oder) am 20. April 1942 wegen „gewerbs­mäßiger Abtrei­bung” (§ 218) auf Grund­lage der am 5. Septem­ber 1939 erlas­senen „Verord­nung gegen Volks­schäd­linge” als „gefähr­liche Gewohn­heitsver­brecherin” zum Tode verur­teilt.
Frieda Korsing wird am 5. Juni 1942 im Strafge­fängnis Berlin-Plötzen­see ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte von Frieda Korsing

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Urteilstenor des Sondergerichts bei dem Landgericht Frankfurt/Oder gegen Frieda Korsing vom 20. April 1942

Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep 12 C Frankfurt/Oder, Nr. 690/2

Sterbeurkunde von Frieda Korsing vom 5. Juni 1942

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

Bekanntmachung der Hinrichtung von Frieda Korsing in Frankfurt/Oder, Frühsommer 1942

Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep 12 C Frankfurt/Oder, Nr. 690/1

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