Ferdinand Kosch

6. Januar 1912, Wien – 13. März 1940
Der in Wien lebende Ferdinand Kosch gehört wie auch seine Mutter Johanna der Glaubensgemeinschaft der Zeugen Jehovas an. Als er mit Beginn des Zweiten Welt­kriegs zur Wehrmacht eingezogen wird, verweigert er aus religiösen Gründen den Militärdienst und den Eid auf Hitler.
Bereits kurz vor dem deutschen Überfall auf Polen ist am 26. August 1939 die „Kriegssonderstrafrechts­verordnung” in Kraft getreten, nach der die Verweigerung des Militär­dienstes als „Zersetzung der Wehrkraft” geahndet und mit dem Tode bestraft werden kann.
Ferdinand Kosch wird am 20. Februar 1940 vom Reichs­kriegsgericht in Berlin zum Tode verurteilt und im Straf­gefängnis Plötzensee am 13. März 1940 ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte von Ferdinand Kosch

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Mitteilung an Johanna Kosch über die Hinrichtung ihres Sohnes, 13. März 1940

Dokumentationsarchiv des Österreichischen Widerstandes (DÖW), Wien

Sterbeurkunde von Ferdinand Kosch vom 13. März 1940

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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