Martha Kosin
Martha Kosin wird am 18. September festgenommen. Ihr wird vorgeworfen, bei den Rettungsarbeiten aus einer der Wohnungen verschiedene Kleidungsstücke und Gebrauchsgegenstände gestohlen zu haben, die bei einer Wohnungsdurchsuchung bei ihr gefunden werden.
Bereits drei Tage später wird sie vom Sondergericht VII beim Landgericht Berlin wegen „Plünderns” zum Tode verurteilt und am 30. September 1943 im Strafgefängnis Plötzensee ermordet.
Dokumente
Urteil des Sondergerichts VII beim Landgericht Berlin gegen Martha Kosin, 21. September 1943
Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep 12 C Berlin II, Nr. 17119
Rosin, Martha
Gnadengesuch.
An den Herrn Statdsanwalt
Ich bin am 21.9.1943 durch Urteil wegen Plündern zum Tode verurteilt da ich in der Zeit des Alarms die Nerven und denn Kopf verloren hatte, und fremdes eigentum an mir genommen habe bereue ich es sehr und schwöre es nicht wieder zu tun. Denn ich habe diese Tat ohne überlegung gemacht. Da ich noch nicht Vorbestraft bin und noch nie eine Strafe und sonstige Verwarnungen hatte bitte ich höflichst um Begnadigung. Da ich doch zwei Kinder im Alter 14 und 16 Jahre habe.
Da meine 16 Jahre alte Tochter schwer Herzkrank und die Mutter dringend braucht. Ich bereue meine Tat und Versichere das nicht wieder zu tun und bitte um Milderung der Strafe
Marta Kosin geb.
Nürnberger
Gnadengesuch von Martha Kosin, 21. September 1943
Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep 12 C Berlin II, Nr. 17119
Ablehnung eines Gnadenerweises für Martha Kosin vom 24. September 1943
Bundesarchiv R 3001/142804
Mitteilung über die Hinrichtung von Martha Kosin, 1. Oktober 1943
Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep 12 C Berlin II, Nr. 17119
Sterbeurkunde von Martha Kosin vom 2. Oktober 1943
Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung












