Gustav Košulič

2. Juli 1911, Brünn (Brno) – 12. Juli 1943
Gustav Košulič wird am 2. Juli 1911 in Brünn geboren und macht eine Ausbil­dung zum Elektro­mechaniker. Er dient als Funker von 1933 bis 1935 in der Tschecho­slowakisch­en Armee und arbeitet später bei der Post in Brünn auf einer Abhör­station für Amateursender.
Im Sommer 1940 wird Košulič von seinem Bekannten Pintera, der als Informant für den sowjetischen Agenten Vladislav Bobák arbeitet, aufgefordert, einen Sender herzustellen. Bobák baut auf Anweisung des sowjeti­schen General­konsuls seit April 1940 in Prag und Brünn eine Spionage­organisation auf, für die er neue Agenten und Informanten anwirbt. Košulič lehnt den Bau ab, fertigt aber in der Folgezeit dennoch für Bobák eine Zeichnung zum Bau eines Wellen­senders an und ver­mittelt ihn an seinen Kollegen Jan Habrda. Im Herbst 1940 erklärt er sich dazu bereit, mit den von Habrda hergestellten Geräten eine Verbindung zur sowjetischen Funkstelle Kyr aufzunehmen.
Gustav Košulič wird am 18. März 1941 festge­nommen und zusammen mit weiteren Angeklagten am 12. No­vember 1942 vom 1. Senat des „Volks­gerichtshofs” wegen „Vorbe­reitung zum Hochverrat” zum Tode verurteilt. Alle zehn zum Tode Verurteilten werden am 12. Juli 1943 im Straf­gefängnis Berlin-Plötzensee ermordet.

Dokumente

Anklage des „Volksgerichtshofs” gegen Gustav Košulič vom 31. Juli 1942

Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-467-2

Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Gustav Košulič vom 12. November 1942

Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-467-2

Ablehnung des Gnadenerweises für Gustav Košulič durch die Gestapo vom 28. Dezember 1942

Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-467-2

Sterbeurkunde von Gustav Košulič vom 13. Juli 1943

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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