Karel Kotas

7. Januar 1898, Janowitz (Janovice u Frýdku-Místku) – 6. August 1943
Karel Kotas

Erkennungsdienstliche Aufnahme von Karel Kotas, 1942

Militärhistorisches Archiv, Prag Deutsche Gerichtsakten – Widerstand in ČSR 1939–1945, k./K. 45, inv. č./Inv. Nr. 355

Karel Kotas ist Bergmann und lebt mit seiner Familie im zu Mährisch Ostrau (Ostrava) gehören­den Klein Kunzen­dorf (Kunčičky). Bis 1936 ge­hört er der nationaldemokra­tischen Bergarbeiterorga­nisation an und ab 1937 dem Internationalen Einheitsverband der Bergarbei­ter.
Nach der Besetzung der böhmischen Länder durch die Wehrmacht wird Karel Kotas im August 1939 für die Mitarbeit in der illegalen Kommunis­tischen Partei der Tschechoslowakei (KPČ) in Mährisch Ostrau angewor­ben. Er führt Mitgliedsbeiträge ab und verteilt Flug­schriften weiter. Im September 1941 wird er Verbin­dungsmann zu den Kohlebergwerken sowie Mitglied der Kreisleitung. Bis zu seiner Festnahme am 21. Januar 1942 nimmt er Spenden für die Rote Hilfe entgegen, die er zwei Ehe­frauen von inhaftieren Funktionären übergibt, und beteiligt sich an der Herstellung von tausenden Flugblättern und deren Weiterver­breitung.
Am 16. April 1943 verurteilt der „Volksgerichts­hof” Karel Kotas zu­sammen mit Josef Suder wegen „Vorberei­tung zum Hoch­verrat” zum Tode. Beide Männer werden am 6. August 1943 im Strafgefängnis Plötzensee ermordet.

Dokumente

Anklageschrift des „Volksgerichts­hofs” gegen Josef Suder und andere vom 30. Januar 1943

Militärhistorisches Archiv, Prag Deutsche Gerichtsakten – Widerstand in ČSR 1939–1945, k./K. 45, inv. č./Inv. Nr. 355

Urteil des „Volksgerichts­hofs” gegen Josef Suder und andere vom 16. April 1943

Militärhistorisches Archiv, Prag Deutsche Gerichtsakten – Widerstand in ČSR 1939–1945, k./K. 45, inv. č./Inv. Nr. 355

Ablehnung des Gnadenerweises für Josef Suder und Karel Kotas durch den Reichsjustizminister vom 28. Juli 1943

Militärhistorisches Archiv, Prag Deutsche Gerichtsakten – Widerstand in ČSR 1939–1945, k./K. 45, inv. č./Inv. Nr. 355

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