Karel Kotas


Erkennungsdienstliche Aufnahme von Karel Kotas, 1942
Militärhistorisches Archiv, Prag Deutsche Gerichtsakten – Widerstand in ČSR 1939–1945, k./K. 45, inv. č./Inv. Nr. 355
Nach der Besetzung der böhmischen Länder durch die Wehrmacht wird Karel Kotas im August 1939 für die Mitarbeit in der illegalen Kommunistischen Partei der Tschechoslowakei (KPČ) in Mährisch Ostrau angeworben. Er führt Mitgliedsbeiträge ab und verteilt Flugschriften weiter. Im September 1941 wird er Verbindungsmann zu den Kohlebergwerken sowie Mitglied der Kreisleitung. Bis zu seiner Festnahme am 21. Januar 1942 nimmt er Spenden für die Rote Hilfe entgegen, die er zwei Ehefrauen von inhaftieren Funktionären übergibt, und beteiligt sich an der Herstellung von tausenden Flugblättern und deren Weiterverbreitung.
Am 16. April 1943 verurteilt der „Volksgerichtshof” Karel Kotas zusammen mit Josef Suder wegen „Vorbereitung zum Hochverrat” zum Tode. Beide Männer werden am 6. August 1943 im Strafgefängnis Plötzensee ermordet.
Dokumente
Anklageschrift des „Volksgerichtshofs” gegen Josef Suder und andere vom 30. Januar 1943
Militärhistorisches Archiv, Prag Deutsche Gerichtsakten – Widerstand in ČSR 1939–1945, k./K. 45, inv. č./Inv. Nr. 355
Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Josef Suder und andere vom 16. April 1943
Militärhistorisches Archiv, Prag Deutsche Gerichtsakten – Widerstand in ČSR 1939–1945, k./K. 45, inv. č./Inv. Nr. 355
Ablehnung des Gnadenerweises für Josef Suder und Karel Kotas durch den Reichsjustizminister vom 28. Juli 1943
Militärhistorisches Archiv, Prag Deutsche Gerichtsakten – Widerstand in ČSR 1939–1945, k./K. 45, inv. č./Inv. Nr. 355
























