Ladislav Kotík


Porträt von Ladislav Kotík, um 1930
Mährisches Landesmuseum (Moravské zemské muzeum), Brno Historische Abteilung, Fond T, Sign. T 10577
1922 absolviert er die Kriegshochschule in Prag und hat anschließend Führungspositionen in der Tschechoslowakischen Armee inne. 1931 wird er zum Obersten be­fördert. 1938 heiratet er, aus der Ehe gehen zwei Kinder hervor.
Nach der Besetzung der böhmischen Länder durch die Wehrmacht ist Ladislav Kotík bei der Liquidation des III. Armeekorps in Brünn (Brno) eingesetzt. Ende Mai 1939 wird er nach einer Empfehlung von General Sergěj Ingr von General Bohuslav Všetička für deren neu ge­gründete geheime Militärorganisation Obrana Národa (ON – Verteidigung der Nation) angeworben, die den bewaffneten Aufstand plant. Er löst daraufhin Václav Lysak als Stabschef des Landes­:kommandos Mähren ab.
Am 23. November 1939 wird er von der Gestapo festge­nommen. Am 27. November 1941 verurteilt der „Volksge­richtshof” ihn zusammen mit Bohuslav Všetička, Jaroslav Gardavský und Čestmír Jelínek wegen „Vorbereitung zum Hochverrat und Feindbegünstigung” zum Tode. Ladislav Kotík wird am 19. August 1942 in Plötzensee ermordet.
Dokumente
Gefangenenkarte des Straf­gefängnisses Plötzensee von Ladislav Kotík
Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei
Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Bohuslav Všeticka, Ladislav Kotík, Čestmír Jelínek und Jaroslav Gardavský vom 27. November 1941
Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-237-6
Sterbeurkunde von Ladislav Kotík vom 19. August 1942
Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung































































