Ladislav Kotík

13. November 1896, Leipnik (Lipník) – 19. August 1942
Ladislav Kotík

Porträt von Ladislav Kotík, um 1930

Mährisches Landesmuseum (Moravské zemské muzeum), Brno Historische Abteilung, Fond T, Sign. T 10577

Der Sohn eines Eisenbahn­beamten belegt nach seinem Schul­abschluss 1912 einen Handels­exportkurs in Paris. Nach Ausbruch des Ersten Weltkriegs tritt er in die fran­zösische Fremden­legion ein und 1918 in die Tschecho­slowa­kische Legion.
1922 absolviert er die Kriegs­hoch­schule in Prag und hat anschließend Führungsposi­tionen in der Tschechoslo­wakischen Armee inne. 1931 wird er zum Obersten be­fördert. 1938 heiratet er, aus der Ehe gehen zwei Kinder hervor.
Nach der Beset­zung der böhmischen Länder durch die Wehr­macht ist Ladislav Kotík bei der Liqui­dation des III. Armee­korps in Brünn (Brno) eingesetzt. Ende Mai 1939 wird er nach einer Empfehlung von General Sergěj Ingr von General Bohuslav Všetička für deren neu ge­gründete geheime Militär­orga­nisation Obrana Národa (ON – Ver­teidigung der Nation) ange­worben, die den bewaff­neten Aufstand plant. Er löst daraufhin Václav Lysak als Stabs­chef des Landes­:kom­mandos Mähren ab.
Am 23. November 1939 wird er von der Gestapo festge­nommen. Am 27. November 1941 verurteilt der „Volksge­richtshof” ihn zusammen mit Bohuslav Všetička, Jaroslav Gardavský und Čestmír Jelínek wegen „Vorbe­reitung zum Hochverrat und Feindbe­günstigung” zum Tode. Ladislav Kotík wird am 19. August 1942 in Plötz­ensee ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte des Straf­gefängnisses Plötzensee von Ladislav Kotík

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Bohuslav Všeticka, Ladislav Kotík, Čestmír Jelínek und Jaroslav Gardavský vom 27. November 1941

Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-237-6

Sterbeurkunde von Ladislav Kotík vom 19. August 1942

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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