Jaroslav Koukolík
Nach der Besetzung der böhmischen Länder durch die Wehrmacht wird Jaroslav Koukolík im April 1941 Leiter des Pilsener Einwohnermeldeamts, jedoch im Juli 1942 aufgrund seiner jüdischen Herkunft in den Ruhestand versetzt. Ab Oktober 1941 nimmt er nach Aufforderung durch einen Bekannten für diesen mehrere illegale polizeiliche An- und Abmeldungen von Personen unter falschen Namen vor, die wegen Widerstandshandlungen von der Gestapo gesucht werden.
Der „Volksgerichtshof” verurteilt ihn am 12. März 1943 wegen „landesverräterischer Feindbegünstigung und Vorbereitung zum Hochverrat” zusammen mit Vojtěch Rojík und Karel Bača zum Tode. Jaroslav Koukolík wird am 25. Juni 1943 im Strafgefängnis Plötzensee ermordet.
Dokumente
Anklageschrift des „Volksgerichtshofs” gegen Jaroslav Koukolík und andere vom 2. Februar 1943
Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-336-12
Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Jaroslav Koukolík und andere vom 12. März 1943
Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-336-12
Bekanntmachung der Vollstreckung des Urteils gegen Jaroslav Koukolík und Vojtěch Rojík vom 25. Juni 1943
Privatbesitz
Sterbeurkunde von Jaroslav Koukolík vom 26. Juni 1943
Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung




























