Jaroslav Koukolík

10. Juni 1916, Pilsen (Plzeň) – 25. Juni 1943
Jaroslav Koukolík wächst in Pilsen auf und wird Polizeiaktuar­adjunkt. Von 1935 bis 1937 sowie im Mai 1938 dient er in der Tschechoslowaki­schen Armee, aus der er als Unterleutnant entlassen wird. Er ist Mitglied der Turner­vereinigung Sokol (Falke) sowie der Genossen­schaft der Beamten des höheren Verwaltungs­dienstes.
Nach der Besetzung der böhmischen Länder durch die Wehrmacht wird Jaroslav Koukolík im April 1941 Leiter des Pilsener Einwohner­meldeamts, jedoch im Juli 1942 aufgrund seiner jüdischen Herkunft in den Ruhe­stand versetzt. Ab Oktober 1941 nimmt er nach Auffor­derung durch einen Bekannten für diesen mehrere illegale polizeiliche An- und Abmel­dungen von Personen unter falschen Namen vor, die wegen Widers­tandshand­lungen von der Gestapo gesucht werden.
Der „Volksgerichts­hof” verurteilt ihn am 12. März 1943 wegen „landes­verräterischer Feindbe­günstigung und Vorbe­reitung zum Hoch­verrat” zusammen mit Vojtěch Rojík und Karel Bača zum Tode. Jaroslav Koukolík wird am 25. Juni 1943 im Straf­gefängnis Plötzensee ermordet.

Dokumente

Anklageschrift des „Volksgerichtshofs” gegen Jaroslav Koukolík und andere vom 2. Februar 1943

Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-336-12

Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Jaroslav Koukolík und andere vom 12. März 1943

Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-336-12

Bekanntmachung der Vollstreckung des Urteils gegen Jaroslav Koukolík und Vojtěch Rojík vom 25. Juni 1943

Privatbesitz

Sterbeurkunde von Jaroslav Koukolík vom 26. Juni 1943

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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