František Koutný

21. Mai 1899, Wesselitschko (Veselíčko) – 24. September 1942
František Koutný

Erkennungsdienstliche Aufnahme von František Koutný, 1940

Bundesarchiv R 3017/11580

František Koutný leistet ab 1915 Kriegs­dienst in einem öster­reichischen Regiment, dient nach Gründung der Tschecho­slowakei in der dortigen Armee und ist seither beim Bahn­betriebs­amt in Oderberg (Bohumín) tätig. Er ist Mitglied der Turner­vereinigung Sokol.
Nach der Beset­zung der böhmischen Länder durch die Wehr­macht trägt er sich im Sommer 1939 mit dem Ge­danken, den Arbeiter­turn­verein zur Vorbe­reitung des Umsturzes anzustiften, erfährt dann jedoch von der ge­heimen Militär­organi­sation Obrana Národa (ON – Ver­tei­digung der Nation), die das gleiche Ziel hat.
František Koutný schließt sich im September 1939 dem Kreis­kom­mando Mährisch Ostrau (Moravska Ostrava) unter Edmund Klímek an und wirkt ab November 1939 als Verkehrs­offizier. Er regelt den Einsatz der Eisen­bahn und beschafft weitere Transport­mittel.
Er wird am 9. März 1940 festge­nommen. Der „Volks­gerichts­hof” verurteilt ihn am 26. Juni 1942 zusam­men mit Edmund Klímek, Ladislav Mácha und vier weite­ren Angeklag­ten wegen „Feindbe­güns­tigung und Vorbe­reitung zum Hoch­verrat” zum Tode. František Koutný wird am 24. Septem­ber 1942 in Plöt­zensee ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte des Strafgefängnisses Plötzensee von František Koutný

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Anklageschrift des „Volksgerichtshofs” gegen Edmund Klímek und andere vom 23. Februar 1942

Bundesarchiv R 3017/11580

Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Edmund Klímek und andere vom 26. Juni 1942

Bundesarchiv R 3017/11580

Sterbeurkunde von František Koutný vom 24. September 1942

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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