Josef Kovář

13. Oktober 1904, Langentriebe (Dlouhá Třebová) – 9. April 1943
Josef Kovář

Erkennungsdienstliche Aufnahme von Josef Kovář, 1940

Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-520-7

Josef Kovář erlernt nach der Bürger­Mschule das Zimmer- und Wagner­handwerk. Nach seinem Militärdienst arbeitet er als Fabrikexpe­dient in einem Textilwerk. 1926 tritt er in die Volks­­sozialistische Partei von Edvard Beneš (ČSNS) und ein Jahr später in den Gewerk­schaftsbund der Textil­arbeiter ein. Er ist verhei­ratet und hat eine Tochter.
Nach der Annexion des Sudeten­gebiets und der Beset­zung der böhmischen Länder durch die Wehrmacht schließt er sich im Herbst 1939 der von Jan Kovář, mit dem er nicht verwandt ist, geleiteten illegalen Gruppe der Kommu­nistisch­en Partei der Tschecho­slo­wakei (KPČ) in Pardubitz im Bezirk Wilden­schwert (Ústí nad Orlicí) an. Josef Kovář wird Verbindungs­mann zur Gebietsführung und erledigt in den Folgemonaten für Jan Kovář zahl­reiche Aufträge.
Am 26. September 1940 wird Josef Kovář festgenom­men. Am 26. November 1942 verurteilt der „Volksge­richtshof” ihn zusammen mit Alois Blaška, Ladislav Lochman, Josef Picko und Ladislav Slezák we­gen „Vor­bereitung zum Hoch­verrat” zum Tode. Josef Kovář wird am 9. April 1943 in Berlin-Plötzen­see ermordet.
Jan Kovář wird am 22. April 1942 auf der Flucht vor der Gestapo erschossen und ertrinkt im Fluss Ostravice.

Dokumente

Anklageschrift des „Volksgerichtshofs” gegen Josef Kovář und andere vom 11. September 1942

Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-520-1

Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Josef Kovář und andere vom 26. November 1942

Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-520-9

Sterbeurkunde von Josef Kovář vom 10. April 1943

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

Bekanntmachung der Hinrichtung von Josef Kovář und anderen, plakatiert 1943 in Wildenschwert, Böhmisch-Trübau und Langentriebe

Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-520-4

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