Vojtěch Kovář

7. Februar 1907, Böhmisch Trübau (Česká Třebová) – 1. Juli 1943
Vojtěch Kovář

Erkennungsdienstliches Foto von Vojtěch Kovář, 1942

Bundesarchiv R 3017/11850

Vojtěch Kovář erlernt den Tischler­beruf im Betrieb seines Vaters, der Tischler­meister ist, und arbeitet danach bei verschiedenen Firmen als Geselle. Später betreibt er ein Kolonial­warengeschäft sowie einen Gasthof in České Meziříčí (Böhmisch Meseritsch).
Nach der Besetzung der böhmischen Länder durch die Wehrmacht hört er in seinem Gasthof abends regelmäßig um 18.30 Uhr sowie um 23 Uhr die tschechischen Nach­rich­ten des Londoner Rundfunks (BBC). Abends findet sich regelmäßig eine wachsende Zahl von Einwohnern in Kovářs Gasthof ein, um gemeinsam Nach­richten abzu­hören und den Kriegs­verlauf zu diskutieren.
Am 10. November 1942 wird Vojtěch Kovář festgenom­men. „Diese Art der Feindpropa­ganda stellt im totalen Krieg ein Mittel der Kriegs­führung dar, die Sendungen sind als Kriegs­handlungen anzusehen, da die Verbreitung durch den Rundfunk für Propaganda­zwecke weit mehr geeignet ist als jedes andere Mittel", heißt es im Urteil des „Volks­gerichtshofs”, das ihn am 27. März 1943 wegen „Vorbe­reitung zum Hoch­verrat” zum Tode verurteilt. Vojtěch Kovář wird am 1. Juli 1943 im Straf­gefängnis Berlin-Plötzensee ermordet.

Dokumente

Urteil des „Volksgerichtshofs“ gegen Vojtěch Kovář vom 27. März 1943

Bundesarchiv R 3017/11850

Bestätigung des Gemeindeamts Langentriebe, dass Vojtěch Kovář seine Eltern finanziell unterstützte, 10. April 1943

Bundesarchiv R 3017/11850

Bekanntmachung der Hinrichtung von Vojtech Kovář in Prag und Böhmisch Meseritsch, Juli 1943

Privatbesitz

Sterbeurkunde von Vojtěch Kovář vom 2. Juli 1943

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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