Vojtěch Kovář
Nach der Besetzung der böhmischen Länder durch die Wehrmacht hört er in seinem Gasthof abends regelmäßig um 18.30 Uhr sowie um 23 Uhr die tschechischen Nachrichten des Londoner Rundfunks (BBC). Abends findet sich regelmäßig eine wachsende Zahl von Einwohnern in Kovářs Gasthof ein, um gemeinsam Nachrichten abzuhören und den Kriegsverlauf zu diskutieren.
Am 10. November 1942 wird Vojtěch Kovář festgenommen. „Diese Art der Feindpropaganda stellt im totalen Krieg ein Mittel der Kriegsführung dar, die Sendungen sind als Kriegshandlungen anzusehen, da die Verbreitung durch den Rundfunk für Propagandazwecke weit mehr geeignet ist als jedes andere Mittel", heißt es im Urteil des „Volksgerichtshofs”, das ihn am 27. März 1943 wegen „Vorbereitung zum Hochverrat” zum Tode verurteilt. Vojtěch Kovář wird am 1. Juli 1943 im Strafgefängnis Berlin-Plötzensee ermordet.
Dokumente
Urteil des „Volksgerichtshofs“ gegen Vojtěch Kovář vom 27. März 1943
Bundesarchiv R 3017/11850
Bestätigung des Gemeindeamts Langentriebe, dass Vojtěch Kovář seine Eltern finanziell unterstützte, 10. April 1943
Bundesarchiv R 3017/11850
Bekanntmachung der Hinrichtung von Vojtech Kovář in Prag und Böhmisch Meseritsch, Juli 1943
Privatbesitz
Sterbeurkunde von Vojtěch Kovář vom 2. Juli 1943
Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung













