Andreas Kowall

21. März 1913, Izdebky, Kreis Brzozów – 8. September 1943
Andreas Kowall wächt in Izdebky in Galizien auf und erlernt nach der Volksschule das Schmiede­handwerk. Er kommt als „Zivil­arbeiter” nach Berlin und ist zuletzt bei der Abrissfirma Richard Wählisch in Berlin-Plötzensee eingesetzt.
Nach einem am 16. Januar 1943 erfolgten alliierten Bomben­angriff in Berlin-Wilmers­dorf werden er und andere „Zivil­arbeiter” der Abrissfirma zu Auf­räum­arbeiten herangezogen, Kowall ist dabei als Baggerführer eingesetzt. Ihm wird vorgeworfen, dabei Dinge an sich genommen zu haben. Das Sonder­gericht VI bei dem Landgericht Berlin ver­urteilt ihn wegen „Plünderns” am 23. Juni 1943 auf Grundlage der „Volks­schädlingsver­ordnung” zum Tode.
Andreas Kowall wird 30-jährig am 8. September 1943 während der sogenannten Blutnächte im Strafgefängnis Berlin-Plötzensee ermordet.

Dokumente

Mitteilung des Strafgefängnisses Plötzensee über die Hinrichtung von Andreas Kowall vom 8. September 1943

Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep 12 C Berlin II, Nr. 1405/1

Sterbeurkunde von Andreas Kowall vom 15. September 1943

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

Bericht über die vom 7. bis 10. Septem­ber 1943 im Strafgefängnis Plötzensee vollstreckten Todesurteile, 17. September 1943

Bundesarchiv R 3001/25019

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