František Kozák


Erkennungsdienstliche Aufnahme von František Kozák, 1941
Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep 12 C Berlin II, Nr. 17254
Wegen des Vergehens gegen § 175 wird er zu einer viermonatigen Haftstrafe verurteilt, die er bis Ende Oktober 1943 in der Strafanstalt Tegel verbüßt. Wegen dieser Bestrafung entlässt ihn die Carl Lindström AG. Er arbeitet anschließend in Markthallen.
Am 23. November 1943 brennt das Lager in der Oranienburger Straße, in dem er untergebracht ist, nach einem alliierten Luftangriff vollständig aus. Ihm wird zur Last gelegt, aus einem Textilwarengeschäft unweit des Alex­anderplatzes zusammen mit Rudolf Bednář ein Paket Strickwolle entwendet zu haben.
Das Sondergericht I bei dem Landgericht Berlin verurteilt ihn am 5. Dezember 1943 zusammen mit Rudolf Bednář und Josef Miech auf Grundlage der „Volksschädlingsverordnung” zum Tode. Nach Anordnung eines beschleunigten Verfahrens am 6. Dezember 1943 werden die drei jungen Männer einen Tag später, am 7. Dezember 1943, in Plötzensee ermordet.
Dokumente
Auszug aus der Gefangenenakte des Strafgefängnisses Plötzensee von František Kozák
Landesarchiv Berlin A Rep 369, Nr. 2424
Anordnung der „Blitzvollstreckung” des Todesurteils gegen František Kozák und andere vom 6. Dezember 1943
Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep 12 C Berlin II, Nr. 17254
Sterbeurkunde von František Kozák vom 8. Dezember 1943
Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung





