František Kozák

21. Januar 1920, Nieder Kamnitz (Dolní Kamenice) – 7. Dezember 1943
František Kozák

Erkennungsdienstliche Aufnahme von František Kozák, 1941

Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep 12 C Berlin II, Nr. 17254

František Kozák erlernt nach der Volks­schule das Bäcker­handwerk und arbei­tet anschließend zwei­einhalb Jahre als Bäcker in Prag. 1939 kommt er als „Zivil­arbeiter” nach Erfurt, Magdeburg und Leipzig und schließlich 1940 nach Berlin, wo er in der Schall­platten­fabrik Carl Lindström arbeitet.
Wegen des Vergehens gegen § 175 wird er zu einer vier­monatigen Haftstrafe verurteilt, die er bis Ende Oktober 1943 in der Strafanstalt Tegel verbüßt. Wegen dieser Be­strafung entlässt ihn die Carl Lindström AG. Er arbeitet anschließend in Markthallen.
Am 23. November 1943 brennt das Lager in der Oranien­burger Straße, in dem er untergebracht ist, nach einem alliierten Luft­angriff vollständig aus. Ihm wird zur Last gelegt, aus einem Textil­warenge­schäft unweit des Alex­ander­platzes zusammen mit Rudolf Bednář ein Paket Strick­wolle ent­wendet zu haben.
Das Sonder­gericht I bei dem Land­gericht Berlin verurteilt ihn am 5. Dezember 1943 zusammen mit Rudolf Bednář und Josef Miech auf Grund­lage der „Volks­schädlingsver­ordnung” zum Tode. Nach Anordnung eines beschleu­nigten Ver­fahrens am 6. Dezember 1943 werden die drei jungen Männer einen Tag später, am 7. Dezem­ber 1943, in Plötzen­see ermordet.

Dokumente

Auszug aus der Gefangenenakte des Strafgefängnisses Plötzensee von František Kozák

Landesarchiv Berlin A Rep 369, Nr. 2424

Anordnung der „Blitzvollstreckung” des Todesurteils gegen František Kozák und andere vom 6. Dezember 1943

Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep 12 C Berlin II, Nr. 17254

Sterbeurkunde von František Kozák vom 8. Dezember 1943

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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