Johann Kozlovský

7. August 1899, Radkow (Radkov u Tábora) – 7. September 1943
Johann Kozlovský

Erkennungsdienstliche Aufnahme von Johann Kozlovský, 1942

Bundesarchiv R 3017/10334

Johann Kozlovský erlernt nach der Volksschule das Schmiedehandwerk und wird anschließend zum Wehr­dienst in die österreichische Armee einberufen, 1920 bis 1921 leistet er seinen Militär­dienst in der Tschechoslowa­kischen Armee. Danach arbeitet er als Schmied sowie als Hilfsarbeiter und ab 1926 als Straßenbahnfahrer bei den Prager Stadtwerken. Er ist Mitglied des Verbands der Straßenbahn­angestellten.
Nach der Besetzung der böhmischen Länder durch die Wehrmacht schließt sich Johann Kozlovský im Februar 1941 der illegalen Tschechoslowa­kischen Kommunis­tischen Partei (KPČ) an. Innerhalb der Betriebszellen­organi­sation der Straßenbahnangestellten sammelt regelmäßig Geldbeträge zur Unterstützung festge­nommener Arbeitskameraden ein und nimmt Schrift­material an sich.
Der verheiratete Familienvater wird am 11. August 1942 festgenommen und am 7. Juni 1943 vom „Volksgerichts­hof” zusammen mit Adam Kapic und Alois Hora wegen „Vorbereitung zum Hochverrat und Feindbegüns­tigung” zum Tode verurteilt. Johann Kozlovský wird am 7. Sep­tember 1943 während der sogenannten Blutnächte im Strafgefängnis Plötzensee ermordet.

Dokumente

Organigramm der Betriebszellen der Straßenbahner und Autobusschaffner der illegalen KPČ in Prag, 1942

Bundesarchiv R 3017/13804, Bd. II

Urteil des „Volksgerichtshofs“ gegen Adam Kapic und andere vom 7. Juni 1943

Bundesarchiv R 3017/10334

Leumundszeugnisse für Jan Kozlosvký aus dem Juli 1943

Bundesarchiv R 3017/10334

Sterbeurkunde von Johann Kozlovský vom 10. September 1943

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

Bericht über die vom 7. bis 10. Sep­tember 1943 im Strafgefängnis Plöt­zensee vollstreckten Todesurteile, 17. September 1943

Bundesarchiv R 3001/25019

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