Karl Kraft

9. April 1922, Börnicke (Kreis Osthavelland) – 8. Februar 1944
Karl Kraft ist nach dem Besuch der Volksschule, die er ohne Abschluss verlässt, als ungelernter Arbeiter tätig. 1941 wird er wegen „Arbeitsvertragsbruchs” zu einer Haftstrafe verurteilt und im Februar 1942 im „Arbeits- und Bewahrungshaus” Rummelsburg untergebracht. Dort wird er im April 1943 wieder entlassen.
Am 22. August 1943 wird Karl Kraft unter dem Vorwurf festgenommen, Reisenden „unter Ausnutzung der besonderen Kriegsverhältnisse” Gepäckstücke gestohlen zu haben. Er wird am 17. Januar 1944 vom Sondergericht I bei dem Landgericht Berlin auf der Grundlage der „Volksschädlingsverordnung” zum Tode verurteilt.
Karl Kraft wird am 8. Februar 1944 im Strafgefängnis Berlin-Plötzensee ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte von Karl Kraft

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Nr. 2434

Urteil des Sondergerichts I bei dem Landgericht Berlin gegen Karl Kraft vom 17. Januar 1944

Bundesarchiv R 3001/143364

Ablehnung eines Gnadenerweises für Karl Kraft vom 27. Januar 1944

Bundesarchiv R 3001/143364

Mitteilung über die Hinrichtung von Karl Kraft vom 9. Februar 1944

Bundesarchiv R 3001/143364

Sterbeurkunde von Karl Kraft vom 9. Februar 1944

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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